Wegen Iran-Krieg: Große Airline streicht 1000 Flüge im April
Teurere Flugtickets, gestrichene Flüge: Die Folgen der gestiegenen Kraftstoffpreise nehmen weiter zu. Laut einem Medienbericht will die skandinavische Fluggesellschaft SAS im April mindestens 1000 Flüge streichen. Grund seien der Irankrieg sowie die durch die Sperrung der Straße von Hormus verursachten hohen Öl- und Kerosinpreise.
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Das berichtet der „Spiegel“ am Mittwoch unter Berufung auf die schwedische Wirtschaftszeitung „Dagens Industri“. Airline-Chef Anko van der Werff habe erklärt: „Der Preis für Flugbenzin hat sich innerhalb von zehn Tagen verdoppelt. Selbst wenn wir versuchen, die Kostensteigerungen so weit wie möglich abzufedern, ist dies ein Schock, der die Luftfahrtindustrie direkt trifft.“ Fluggesellschaften, die über längerfristige Abnahmeverträge verfügen, seien von dem Spritpreisanstieg allerdings weniger betroffen.
Ticketpreise steigen: Fluggesellschaft reduziert Angebot und erhöhen Kosten
Bei Flügen machen die Treibstoffkosten einen Großteil des Ticketpreises aus. Wobei bis zu 30 Prozent des in der europäischen Luftfahrt eingesetzten Treibstoffs laut der schwedischen Zeitung aus den Golfstaaten. Bereits im März habe Scandinavian Airlines ein paar Hundert Flüge gestrichen, heißt es weiter. Normalerweise führt die Fluggesellschaft etwa 800 Flüge pro Tag durch.
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Kunden müssen nicht nur mit einem reduzierten Angebot rechnen, sondern auch mit Preissteigerungen bei Tickets. SAS habe die Preise bereits angehoben.
