Vorsicht vor Heizöl-Betrug: Polizei warnt vor diesem Trick
Wer billig kauft, kauft doppelt. Dieses Motto gilt bei Waren des alltäglichen Bedarfs. Bei Käufen, die man etwa nur einmal pro Jahr tätigt, können die Auswirkungen von minderer Qualität noch größer sein. Denn wer aktuell beim Heizöl ein Schnäppchen schießen will, kann auch große Risiken eingehen.
Aktuell ist die Not vieler Hausbesitzer groß: Die Heizölpreise sind seit dem Angriff der USA auf den Iran in astronomische Höhen geschossen. Zeitweise sind sie um mehr als 50 Prozent gestiegen. Das macht die Suche nach günstigen Angeboten für viele Menschen umso wichtiger.
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Heizöl-Betrug: Billiges Angebot verursacht Schäden an der Heizung
Allerdings ging ein Hausbesitzer in Sachsen-Anhalt nun einem Betrüger auf den Leim. Wie die „Mitteldeutsche Zeitung“ berichtet, hatte der Mann über das Portal „Kleinanzeigen“ ein Top-Angebot entdeckt. Statt wie üblich knapp 1,50 Euro pro Liter sollten nur 99 Cent pro Liter gezahlt werden. Aber die günstige Heizöllieferung blieb nicht ohne Folgen.
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Denn schon kurz nach dem Erwerb gab es Schäden an der Heizungsanlage. Die Polizei wurde eingeschaltet. Diese stellte fest, dass das getankte Öl ein ungewöhnliches Fließverhalten und seltsamen Geruch hatte. Das ließ einen Verdacht aufkommen: Das günstige Heizöl ist sehr wahrscheinlich minderwertig oder gestreckt worden.
Der Verkäufer stritt ein unlauteres Geschäft ab und verwies auf eine andere Firma, die die Bestellung übernommen habe. Die Polizei leitete Ermittlungen ein und warnt vor Angeboten, die zu gut sind, um wahr sein zu können.
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Kauf von Heizöl: Was Kunden beim Erwerb unbedingt beachten sollten
Verunreinigtes Heizöl lässt sich auch ohne eigenes Chemielabor erkennen. Normalerweise hat der Energiestoff eine rötliche Farbe und einen chemischen Geruch. Eine andere Farbe oder ein ungewöhnlicher Geruch sollten misstrauisch machen. Auch Ablagerungen im Tank sollten nicht vorkommen. Dieser Ölschlamm kann die Filter der Heizungsanlage verstopfen und für Probleme sorgen.
Auch die Verbraucherzentrale Niedersachsen warnte zuletzt vor Heizöl-Betrügern: Derzeit nehme die Zahl an Fake-Shops zu, die günstige Brennstoffe anbieten. Die Verbraucherschützer raten: Seien Sie bei unbekannten Anbietern vorsichtig und prüfen Sie die Angebote genau. Und lassen Sie sich von professionell gestalteten Websites nicht blenden – „Trusted Shops Siegel“ und Angaben im Impressum können gefälscht sein. Schlimmstenfalls bleibt der Tank trotz Zahlung leer.
mit dpa
