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Schick, der

Alternative Schreibung Chic
GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Schicks, Chics · wird nur im Singular verwendet
Aussprache 
Rechtschreibregel § 32 (2)

Bedeutungen

eWDG
eWDG
1.
mit Geschick und Geschmack erzielte Eleganz
a)
der Kleidung
Beispiele:
ein Kleid, Kostüm, Hut, Anzug von modischem, neuestem Schick
eine apart gemusterte Krawatte gab seinem Aussehen den letzten Schick
jmd. hat Schick (= weiß sich geschmackvoll zu kleiden)
wie man jetzt die Strumpfbänder mit letztem Schick (= nach der neuesten Mode) knüpft [ TralowNeuhoff156]
b)
im Auftreten, Handeln und Benehmen
Beispiele:
eine Dame mit Schick und Charme
An allem, was er unternahm, offenbarte sich ein Schick, eine Leichtigkeit, ja sogar ein Geschmack [ Ebner-Eschenb.2,16]
daß man […] einen Handschuh mit einigem Schick aus‑ und anziehen kann [ FontanePetöfy98]
umgangssprachlichfür ein junges Mädchen, wie Werda Bieratz, ist es der höchste Schick (= das Äußerste an Vornehmheit und Eleganz), Geld auf der Bank zu haben [ H. MannSchlaraffenland1,61]
2.
landschaftlich gutes Aussehen, sichtbare Ordnung
Beispiele:
alles muss seinen Schick haben
wieder Schick in eine Sache bringen
[er] brachte es [eine Violine] auch sonst notdürftig in Schick und Halt [ E. StraußFreund Hein68]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)
Schick · schick · schicklich · Schickeria · Schickimicki
Schick, auch Chic m. ‘modische Eleganz’. Das zu (sich) schicken (s. schicken) im Sinne von ‘ordnen, (sich) fügen, einrichten’ gebildete, seit dem 15. Jh. belegte nhd. Schick ‘gute Art, gute Stimmung, gutes Aussehen, richtiges Verhalten’ gilt im Dt. des 18. Jhs. als veraltet (Frisch) bzw. (trotz vereinzeltem Gebrauch bei guten Schriftstellern) als nicht literatursprachlich (Adelung, Campe). Mit der im Obd., zumal im Elsaß, in der Schweiz und im Rheingebiet üblichen Bedeutung ‘Anstelligkeit, Geschick(lichkeit), Talent’ wird Schick ins Frz. entlehnt (1. Hälfte 19. Jh.) und ergibt frz. chic ‘berufliche Fähigkeit, das Geschick, ohne Modell zu malen, etw. geschmackvoll zu tun, anspruchsvolle, besondere, verwegene Eleganz’. In diesem Sinne gelangt das Substantiv in der Form Chic ins Dt. zurück (2. Hälfte 19. Jh.), gilt als frz. Wort, und auch in der Schreibweise Schick wird die dt. Herkunft kaum noch empfunden. – schick, auch chic, Adj. ‘modisch elegant’, Übernahme (2. Hälfte 19. Jh.) von frz. chic in dessen adjektivischer Verwendung. An das dt. Substantiv bzw. unmittelbar an das Verb schicken schließt sich an schicklich Adj. ‘geeignet, den Umständen angemessen, passend, geziemend’, spätmhd. schickelich ‘geordnet’ (14. Jh.). Schickeria f. ‘extravagant gekleidete und tonangebende Gesellschaftsschicht’, Entlehnung (20. Jh.) von ital. sciccheria ‘Eleganz, Schick’, zu ital. scicche Adj., aus frz. chic (s. oben). Sprachspielerisch Schickimicki m. ‘wer sich betont modisch kleidet, modischer Tand’ (20. Jh.).

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Bedeutungsverwandte Ausdrücke

Glamour · Glanz · Schick  ●  Pfiff ugs.
Assoziationen

(eine) gute Erziehung genossen haben · (eine) gute Kinderstube (genossen haben) · (sich) zu benehmen wissen · Anstand · Benehmen · Benimm · Chic · Etikette · Höflichkeit · Manieren · Schliff · Stil · Umgangsform · Umgangsformen · feine Sitte · gut erzogen · gute Umgangsformen · gutes Benehmen · gutes Betragen  ●  Galanterie geh.
Oberbegriffe
  • handlungsleitende Norm(en)
  • gesellschaftliche Norm · soziale Norm · soziales Skript
Unterbegriffe
  • bürgerliche Umgangsformen · ziviles Benehmen
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Schick‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bieten die DWDS-Wortprofile zu ›Schick‹ und ›Chic‹.

Legende: Adjektive Substantive Verben

Verwendungsbeispiele für ›Schick‹, ›Chic‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

In jenem Buch auftreten zu dürfen, hatte zu der Zeit Schick. [konkret, 1988]
Doch nach der Wende hatte niemand mehr Lust auf den sozialistischen Schick. [Süddeutsche Zeitung, 16.10.2004]
Durch das Kleidungsstück, das längst aus der Mode gekommen ist, fällt man noch mehr auf als durch einen übertriebenen Schick. [Goetz von Schüching, Ruth: Durch gute Lebensart zum Erfolg, Leipzig: Hesse & Becker 1932 [1925], S. 100]
Auch sie schossen miserabel, zeigten aber gleich den Offizieren gute Disziplin und viel militärischen Schick. [Ehlers, Otto Ehrenfried: Im Osten Asiens, Berlin: Paetel 1913 [1900], S. 121]
Zitationshilfe
„Schick“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Schick>.

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