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- Gewissheit – Schreibung, Definition, Bedeutung, Etymologie, Synonyme, Beispiele
Gewissheit, die
GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Gewissheit · Nominativ Plural: Gewissheiten
Aussprache [gəˈvɪshaɪ̯t]
Worttrennung Ge | wiss | heit
Ungültige Schreibung Gewißheit
Wortbildung
mit ›Gewissheit‹ als Letztglied:
Glaubensgewissheit
· Heilsgewissheit · Selbstgewissheit · Siegesgewissheit · Todesgewissheit
Bedeutungsübersicht
Bedeutungen
eWDG
eWDG
1.
Sicherheit
Grammatik: meist im Singular
Beispiele:
das kann ich nicht mit Gewissheit sagen
etw. steht mit Gewissheit fest
●
Klarheit, sicheres Wissen
Beispiele:
völlige Gewissheit über etw. haben, erlangen
eine Vermutung, Ahnung wird zur Gewissheit
2.
persönliche Überzeugtheit
Beispiele:
ich bin zu der Gewissheit gelangt, habe die Gewissheit, dass er uns helfen wird
eine unerschütterliche, unumstößliche Gewissheit
auch sie hatten ihre inneren Gewißheiten, wie er die seine [ JahnnHolzschiff88]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)
Etymologie
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)
gewiß · Gewißheit · gewißlich · vergewissern
gewiß Adj. ‘sicher, bestimmt, unbestreitbar’, ahd. giwis Adj. (9. Jh.), giwisso Adv. ‘sicherlich, freilich’ (8. Jh.), mhd. gewis ‘sicher, zuverlässig’, asächs. giwisso Adv., mnd. gewisse Adv., mnl. (ghe)wis, (ghe)wes, nl. (ge)wis, aengl. gewis Adj. (vgl. got. unwiss ‘ungewiß’ und anord. vīss Adv. mit Vokaldehnung nach vīss ‘weise’) gehen wie aind. vitta-, awest. vista- ‘bekannt’, griech. áïstos (ἄϊστος) ‘ungekannt’ zurück auf ein altes to-Partizip (ie. *u̯idto- ‘gesehen’) zu der unter wissen (s. d.) genannten Wurzel ie. *u̯eid- ‘erblicken, sehen’; Ausgangsbedeutung ist ‘was gesehen worden ist und daher gewußt wird’, also ‘sicher, unbestreitbar’ ist. Aus der Bedeutung ‘bestimmt’ (eine gewisse Stunde) entwickeln sich im Dt. Verwendungen in der Art eines Indefinitpronomens, bei denen man das genaue Maß bzw. eine nähere Bestimmung nicht angeben will oder nicht angeben kann (unter gewissen Bedingungen, eine gewisse Menge, ein gewisser Herr Müller). – Gewißheit f. ‘Sicherheit, Bestimmtheit’, ahd. giwisheit (11. Jh.), mhd. gewisheit, auch ‘Bürgschaft, Pfand’. gewißlich Adv. ‘ganz sicher’, ahd. giwislīhho ‘mit Gewißheit’ (8. Jh.), mhd. gewislīche ‘sicherlich, zwar, nämlich’. vergewissern Vb. ‘(sich) Klarheit, Gewißheit verschaffen’, geläufig seit dem 17. Jh.; vgl. mhd. vergewissern ‘Bürgschaft leisten’, vergewissen ‘gewiß machen, Sicherheit geben’.
Bedeutungsverwandte Ausdrücke
| Assoziationen |
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| Assoziationen |
|
Gewissheit ·
Sicherheit ·
Zuversichtlichkeit
Typische Verbindungen zu ›Gewissheit‹ (berechnet)
Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Gewissheit‹.
abhandenkommen
absolut
auflösen
beruhigend
bitter
bröckeln
erlangen
erschüttern
herrschen
hinterfragen
hundertprozentig
mathematisch
metaphysisch
moralisch
rütteln
scheinbar
schrecklich
schwinden
sinnlich
traurig
tröstlich
trügerisch
unerschütterlich
unumstößlich
verdichten
verfestigen
vermeintlich
verschaffen
weichen
wiegen
Legende:
Adjektive
Verben
Verwendungsbeispiele für ›Gewissheit‹
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora
Die Gewißheit, draußen wartet eine geliebte Frau auf mich, gab mir Kraft, die Einzelhaft durchzuhalten.
[Hasselbach, Ingo u. Bonengel, Winfried: Die Abrechnung, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2001 [1993], S. 20]
Endlich hatte er Gewißheit, mehr als er sich wünschen konnte.
[von Düffel, John: Houwelandt, Köln: DuMont Literatur und Kunst Verlag 2004, S. 276]
Als er mit sechsundfünfzig Jahren starb, war seine Gewißheit wohl noch unerschüttert.
[Curtius, Ernst Robert: Europäische Literatur und lateinisches Mittelalter, Tübingen: Francke 1993 [1948], S. 372]
Daß das Ableben als vorkommendes Ereignis »nur« empirisch gewiß ist, entscheidet nicht über die Gewißheit des Todes.
[Heidegger, Martin: Sein und Zeit, Tübingen: Niemeyer 1986 [1927], S. 249]
Lange hatten sie in der Gewissheit gelebt, ein eigenes Kind zu bekommen.
[Die Zeit, 16.12.1999]
Fehler in Verwendungsbeispielen zu „Gewissheit“
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