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Teppich, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Teppichs · Nominativ Plural: Teppiche
Aussprache 
Worttrennung Tep | pich
Wortbildung  mit ›Teppich‹ als Erstglied: teppichbelegt · Teppichbesen · Teppichboden · Teppichbürste · Teppichetage · Teppichfabrik · Teppichfeger · Teppichfliese · Teppichhändler · Teppichkäfer · Teppichkehrer · Teppichkehrmaschine · Teppichkleber · Teppichklopfer · Teppichklopfmaschine · Teppichklopfstange · Teppichknüpfer · Teppichknüpferin · Teppichmesser · Teppichmuster · Teppichreiniger · Teppichreinigung · Teppichschaum · Teppichstab · Teppichstange · Teppichstopferei · Teppichvorleger · Teppichweber · Teppichweberei · Teppichweberin
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Bedeutung

eWDG
eWDG
größeres, in Länge und Breite abgepasstes textiles Stück Fußbodenbelag
Beispiele:
ein leichter, dicker, kostbarer, persischer, gemusterter, handgeknüpfter, echter Teppich
einen Teppich legen
den Teppich klopfen, saugen
übertragen, saloppbleib auf dem Teppich! (= benimm, bewege dich in normalen, vernünftigen Grenzen!)
übertragen, salopper soll mal schön auf dem Teppich bleiben
bildlichDer Boden aber bedeckt sich mit einem Teppich aus blühenden Blumen [ PassargeSüdafrika148]
Oberbegriff für textile Fußbodenbeläge jeder Form und Größe und für voluminöse Wandbehänge
Grammatik: meist im Plural
Beispiele:
Teppiche knüpfen
die Jurte war reich mit Teppichen ausgestattet
in N werden Teppiche hergestellt
den roten Teppich ausrollen (= bei Staatsbesuchen für den hohen Gast auf dem Ankunfts- oder Abfahrtsbahnhof oder ‑flughafen einen roten Läufer legen)

Dieses Wort ist Teil des Wortschatzes für das Goethe-Zertifikat B1.

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)
Teppich m. ‘geknüpfter, gewebter oder gewirkter Fußbodenbelag oder Wandbehang’. Auszugehen ist von aus einer oriental. Sprache stammendem griech. tápēs, Genitiv tápētos (τάπης, τάπητος) ‘Teppich, Decke’, woraus die Entlehnungen lat. tapēs (Genitiv tapētis), tapēte und tap(p)ētum. Auf dem Lat. beruht ahd. tep(p)it (9. Jh., nach lat. tappētum, tapētum), ahd. tep(p)id (9. Jh., nach vlat. *tappedum, *tapedum) und mit Suffixwechsel (zuerst bair.) ahd. tep(p)ih (10. Jh.), mhd. tep(p)ich, tep(p)ech, tepch, tep(p)it, teppet, tept, mnd. teppēt, teppet (vgl. auch aengl. tæpped, engl. (älter) tapet, mnl. nl. tapijt). Die heute übliche Form Teppich wird durch Luther verbreitet.

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Bedeutungsverwandte Ausdrücke

Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Teppich‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Teppich‹.

Legende: Adjektive Substantive Verben

Verwendungsbeispiele für ›Teppich‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Man hat sich im Sprachgebrauch daran gewöhnt, bei dem Wort »echter Teppich« grundsätzlich an den Orient zu denken. [Graudenz, Karlheinz u. Pappritz, Erica: Etikette neu, Berlin: Deutsche Buch-Gemeinschaft 1967 [1956], S. 67]
Schwach verzogene Teppiche lassen sich durch entsprechend angewendeten Zug halbwegs wieder gerade ziehen. [Orientalisches Archiv, 1913, Nr. 2, Bd. 3]
Überall ist der Teppich der wissenschaftlichen Geschichte mit fadenscheinigen Stellen durchsetzt. [Heuß, Alfred: Verlust der Geschichte, Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 1959, S. 5]
Einer erzählt von einem Teppich, der automatisch leuchtet, wenn er betreten wird. [Die Zeit, 18.11.1999]
Wir mußten jeden Tag an den Teppichen arbeiten, und wenn wir zu langsam arbeiteten, wurde uns verboten, nachts zu schlafen. [Die Zeit, 26.04.1996]
Zitationshilfe
„Teppich“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Teppich>.

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