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einig

GrammatikAdjektiv · Komparativ: einiger · Superlativ: am einigsten, Steigerung selten
Aussprache 
Worttrennung ei | nig
Wortbildung  mit ›einig‹ als Erstglied: einiggehen · Einigkeit  ·  mit ›einig‹ als Letztglied: dreieinig · handelseinig · uneinig
 ·  mit ›einig‹ als Grundform: einigen

Bedeutungen

eWDG
eWDG
1.
geeint, unteilbar, fest zusammengehörend
Beispiele:
die verschiedenen Stämme wurden ein großes und einiges Volk
die Stämme einig machen
die Stämme wurden ein einiges Reich
eine einige Nation, Front
2.
eines Sinnes seiend, einmütig
Beispiele:
sich mit jmdm. einig wissen
mit jmdm. einig werden (= mit jmdm. übereinkommen)
scherzhaftdie beiden wurden sich, waren einig (= wollten sich heiraten)
jmd. ist, geht mit jmdm. einig (= jmd. stimmt mit jmdm. überein)
jmd. ist mit sich (selbst) einig (= jmd. ist sich über etw. klar geworden, nimmt einen festen Standpunkt ein)
Darauf gehen sie wieder – einig und versöhnt – Hand in Hand am Ufer des Alstersees [ BredelSöhne19]
nie war das legitime Europa der Kaiser und Könige einiger als in dieser Stunde ersten Entsetzens [ St. ZweigSternstunden6]
Seid einigeinigeinig [ SchillerTellIV 2]
(sich) in, über etw. einig sein (= mit jmdm. in etw. übereinstimmen)
Beispiele:
sie waren (sich) in ihrem Urteil völlig einig
wir sind uns (darin) einig, dass …
sie waren sich über diese Frage, in dieser Frage ganz einig
wir sind uns (darüber) einig, dass …
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)
1einig · einigen · Einigkeit · vereinigen · Vereinigung · handelseinig
1einig Adj. ‘eines Sinnes seiend, einmütig’. Als Adjektivableitung zu dem unter 1ein (s. d.) behandelten Numerale begegnen ahd. einag, einīg (8. bzw. 9. Jh.), mhd. einec, einic, asächs. ēnag, mnd. ēnich, aengl. ānga, anord. einga, mit grammatischem Wechsel got. ainaha (vgl. auch die verwandte Bildung lat. ūnicus ‘einzig’). Die frühe Bedeutung ‘nur einmal vorhanden, einzig’ (gemeingerm., in den älteren dt. Sprachstufen auch ‘allein’) geht im 16. Jh. auf einzig (s. d.) über, während einig seitdem für ‘übereinstimmend, eines Sinnes’ gebräuchlich wird. Der Bedeutungswandel des dt. Adjektivs folgt der Entwicklung, die sich zuvor schon bei den unter einigen und Einigkeit (s. unten) genannten Formen vollzogen hat. – einigen Vb. ‘einig machen’, reflexiv ‘sich einig werden, übereinkommen’, ahd. gieinīgen (11. Jh.), mhd. einegen, einigen, mnd. ēnigen ‘vereinigen’. Einigkeit f. ‘Eintracht, Einmütigkeit’, ahd. einī̌gheit ‘Einheit’ (10. Jh.), mhd. einecheit ‘Einheit, Einzigkeit, Einsamkeit, Einigkeit’, mnd. ēnichēt. vereinigen Vb. ‘verbinden, zusammenschließen, in Übereinstimmung bringen’, mhd. vereinigen; Vereinigung f. ‘das Vereinigen, Verbindung, Zusammenschluß’ (15. Jh.). handelseinig Adj. ‘einig bei einem abzuschließenden Geschäft’ (Mitte 19. Jh.), älter (des) Handels einig.

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Bedeutungsverwandte Ausdrücke

angegliedert · angeschlossen · einig · verbunden · zugehörig

brüderlich · einhellig · einig · einmütig · einstimmig · einträchtig · einvernehmlich · einverständlich · friedlich · geschlossen · gleichgesinnt · harmonisch · im Einklang · im Gleichklang
Assoziationen
  • einvernehmlich · im Konsens · in gegenseitigem Einvernehmen · in gegenseitigem Einverständnis · konsensual · übereinstimmend

einig(er / -e / -es) · einiges an · nicht unbeträchtlich · recht viel  ●  ein(e) ziemlich(er / -e / -es) ugs. · reichlich was (an) ugs. · ziemlich was (an) ugs.
Assoziationen
  • eine Menge · eine gehörige Portion · eine große Menge (an) · viel (vor Nomen)  ●  (ein) großer Haufen ugs. · ein Haufen ugs. · ein gerüttelt Maß (an) geh. · etliches (an) geh. · ganz schön was (an) ugs. · jede Menge ugs. · massig ugs. · mächtig was ugs. · ordentlich was (an) ugs. · reichlich (was an) ugs. · richtig was ugs.

Typische Verbindungen zu ›einig‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›einig‹.

Legende: Adjektive Adverbien Substantive Verben

Verwendungsbeispiele für ›einig‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ohne ausführliche Diskussion waren wir uns einig, uns »nicht antiautoritär« zu verhalten. [[Autorenkollektiv am Psychologischen Institut der Freien Universität Berlin]: Sozialistische Projektarbeit im Berliner Schülerladen Rote Freiheit. Frankfurt: Fischer Bücherei 1971, S. 73]
Sie waren sich schnell einig, daß es nun darum gehen mußte, das Gutachten Professor Mauls selbst zu erschüttern. [Hettche, Thomas: Der Fall Arbogast, Köln: DuMont Buchverlag, 2001, S. 154]
Wie sie zu beheben sei, darin waren sich freilich Theoretiker wie Praktiker keineswegs einig. [Jannasch, W.: Gesangbuch. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia 2000 [1958]]
Daß sehr schwere Fehler vorliegen, darüber sind jetzt alle Forscher einig. [Delbrück, Hans: Geschichte der Kriegskunst im Rahmen der politischen Geschichte – Erster Teil: Das Altertum, Berlin: Directmedia 2002 [1920]]
Denn wenigstens darin sind sie sich einig: dass die Art bedroht ist. [Die Zeit, 13.04.2000]
Zitationshilfe
„einig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/einig>.

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