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einigen
GrammatikVerb · einigt, einigte, hat geeinigt
Aussprache
Worttrennung ei | ni | gen
Grundformeinig
Wortbildung
mit ›einigen‹ als Erstglied:
Einiger · Einigung
·
mit ›einigen‹ als Letztglied:
vereinigen
Bedeutungsübersicht
Bedeutungen
eWDG
eWDG
1.
mehrere Personen, Völker einig machen, zu einer Einheit verbinden
Beispiele:
die deutschen Stämme, Fürsten einigen
ein geeinigtes Vaterland
[…] ob die Losung, die Deutschland einigen wird, dann den Beifall Frankreichs haben wird […] [ I. SeidelLennacker556]
2.
streitende Personen versöhnen
Beispiele:
das Gericht wollte die beiden Parteien einigen
sich (mit jmdm.) einigen
a)
mit jmdm. übereinkommen, sich mit jmdm. versöhnen
Beispiele:
sie hatten sich endlich geeinigt
sie konnten sich nicht einigen
man einigt sich besser in Güte
Auf, ihr Völker dieser Erde! / Einigt euch in diesem Sinn: / Daß sie jetzt die eure werde […] [ BrechtSolidaritätslied]
b)
⟨sich auf jmdn. einigen⟩einmütig jmdn. namhaft machen, auswählen
Beispiele:
wir einigten uns auf ihn als den Überbringer des Briefes
[…] vielmehr einigten wir uns alle auf den mickrigen Buschmann […] [ GrassKatz89]
c)
⟨sich dahin einigen, dass … (= einmütig sein, dass …)⟩
Beispiel:
[…] alle Damen einigten sich jedoch sehr bald dahin, daß der Oberst des ehelosen Lebens müde geworden […] [ RaabeHungerpastorI 1,629]
Dieses Wort ist Teil des Wortschatzes für das Goethe-Zertifikat B1.
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)
Etymologie
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)
1einig · einigen · Einigkeit · vereinigen · Vereinigung · handelseinig
1einig Adj. ‘eines Sinnes seiend, einmütig’. Als Adjektivableitung zu dem unter 1ein (s. d.) behandelten Numerale begegnen ahd. einag, einīg (8. bzw. 9. Jh.), mhd. einec, einic, asächs. ēnag, mnd. ēnich, aengl. ānga, anord. einga, mit grammatischem Wechsel got. ainaha (vgl. auch die verwandte Bildung lat. ūnicus ‘einzig’). Die frühe Bedeutung ‘nur einmal vorhanden, einzig’ (gemeingerm., in den älteren dt. Sprachstufen auch ‘allein’) geht im 16. Jh. auf einzig (s. d.) über, während einig seitdem für ‘übereinstimmend, eines Sinnes’ gebräuchlich wird. Der Bedeutungswandel des dt. Adjektivs folgt der Entwicklung, die sich zuvor schon bei den unter einigen und Einigkeit (s. unten) genannten Formen vollzogen hat. – einigen Vb. ‘einig machen’, reflexiv ‘sich einig werden, übereinkommen’, ahd. gieinīgen (11. Jh.), mhd. einegen, einigen, mnd. ēnigen ‘vereinigen’. Einigkeit f. ‘Eintracht, Einmütigkeit’, ahd. einī̌gheit ‘Einheit’ (10. Jh.), mhd. einecheit ‘Einheit, Einzigkeit, Einsamkeit, Einigkeit’, mnd. ēnichēt. vereinigen Vb. ‘verbinden, zusammenschließen, in Übereinstimmung bringen’, mhd. vereinigen; Vereinigung f. ‘das Vereinigen, Verbindung, Zusammenschluß’ (15. Jh.). handelseinig Adj. ‘einig bei einem abzuschließenden Geschäft’ (Mitte 19. Jh.), älter (des) Handels einig.
Typische Verbindungen zu ›einigen‹ (berechnet)
Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›einigen‹.
Arbeitgeber
außergerichtlich
Beteiligte
Bund
Eckpunkt
EU-Staat
Fraktion
Gewerkschaft
grundsätzlich
gütlich
Kandidat
Koalition
Kompromiss
Mitgliedstaat
Nenner
Partei
Ringen
schließlich
Standard
Tarifpartei
Tarifpartner
Tarifvertrag
Treffen
Unterhändler
Vergleich
Verhandlung
Verlängerung
Vertreter
Vorgehen
Zahlung
Legende:
Adjektive
Adverbien
Substantive
Verwendungsbeispiele für ›einigen‹
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora
Die Gäste einigen sich vorher darüber, wer das Wort ergreifen soll.
[Schwarz, Peter-Paul (Hg.), Gepflegte Gastlichkeit, Wiesbaden: Falken-Verl. Sicker 1967, S. 53]
Als wir wieder zu Hause sind, einigen wir uns auf Fernsehen.
[Merian, Svende: Der Tod des Märchenprinzen, Hamburg: Buntbuch-Verl. 1980 [1980], S. 189]
Auf einen Namen für diese gleichfalls noch isolierte Sprache hat man sich bisher noch nicht geeinigt.
[Soden, Wolfram von: Sumer, Babylon und Hethiter bis zur Mitte des zweiten Jahrtausends v. Chr. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia 2000 [1961]]
Aber wir haben uns dann doch geeinigt: Wenn am nächsten Tag Schule ist, muss sie um 22.30 Uhr zu Hause sein.
[Der Spiegel, 14.08.2000]
Endlich einigte man sich, das streitige Gebiet gemeinsam zu besiedeln.
[Meyer, Eduard: Geschichte des Altertums, Bd. IV,1. In: Geschichte des Altertums, Berlin: Directmedia 2001 [1901]]
Fehler in Verwendungsbeispielen zu „einigen“
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