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koppeln

GrammatikVerb · koppelt, koppelte, hat gekoppelt
Aussprache 
Worttrennung kop | peln
Wortbildung  mit ›koppeln‹ als Erstglied: Koppelgeschäft · Koppelgetriebe · Koppelnavigation · Koppelwirtschaft · Kopplung / Koppelung
 ·  mit ›koppeln‹ als Letztglied: abkoppeln · aneinanderkoppeln · ankoppeln · auskoppeln · durchkoppeln · entkoppeln · loskoppeln · rückkoppeln · verkoppeln · zusammenkoppeln
 ·  mit ›koppeln‹ als Binnenglied: Akustikkoppler

Bedeutung

eWDG
eWDG
etw. verbinden, beweglich vereinigen
a)
Beispiele:
Hunde, Pferde koppeln (= zusammenbinden)
[…] auf einer Weide, wo sie [die Pferde], ihre Vorderbeine gekoppelt, sich ihr Futter zu suchen hatten […] [ TravenGeneral275]
b)
Beispiele:
Wagen an den Zug, den Anhänger an den Lastkraftwagen koppeln (= anhängen, ankuppeln, kuppeln)
zwei Erdsatelliten automatisch koppeln
c)
Technik zwei Teile (durch eine lösbare Vorrichtung) zum Zusammenwirken verbinden, etw. kuppeln
Beispiele:
einen Motor mit einem Ventilator, das Tonband mit dem Telefonapparat koppeln
Elektrotechnikzwei Schwingungskreise miteinander koppeln
d)
Wörter durch Bindestrich zusammenziehen
Beispiel:
mehrgliedrige Straßennamen wie Heinrich-Heine-Straße werden durch Bindestriche gekoppelt
e)
übertragen etw. mit etw. anderem in engen Zusammenhang bringen
Beispiele:
dieses Tatmotiv war mit anderen Motiven gekoppelt
er koppelte sein Versprechen mit bestimmten Bedingungen
besonders gefragte Waren wurden nur gekoppelt (= bei gleichzeitigem Kauf anderer Waren) verkauft
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)
Koppel · Koppel · koppeln
Koppel n. ‘Leibriemen, Wehrgehenk’, mhd. koppel, kopel, kuppel, kupel f. (auch m. n.), mnd. koppel(e), köppel(e), kōpel n. f. ‘Band, Verbindung, Strick, Riemen (zur Befestigung des Zugtieres), Hetzriemen der Jagdhunde, zusammengebundene Tiere (besonders Hunde)’, daher auch ‘Schar, Haufen’, ferner ‘gemeinschaftliches Landstück, Weideland’, beruht zunächst auf einer Entlehnung (als höfisches Jagdwort?) von afrz. cople, couple ‘Band, Hunde-, Zugleine, Paar’ (frz. couple ‘Koppelriemen, zwei gleichartige Dinge, Paar’), hervorgegangen aus gleichbed. lat. cōpula. Doch könnte mhd. kuppel (s. oben) in allgemeiner Bedeutung auch ein ahd. kuppula ‘Band, Strick’ (Hs. 12. Jh.) fortsetzen, das ebenso wie zugehöriges ahd. kuppulōn ‘verbinden’ (Hs. 13. Jh.) direkt aus dem Lat. stammen dürfte (vgl. lat. cōpulāre ‘durch ein Band verknüpfen’). Aus der bereits im Mhd. und Mnd. üblichen Bedeutung ‘Landstück, Weideland’ entwickelt sich, zumal im Nordd., Koppel f. zu ‘Acker-, Feld-, Waldstück’, besonders ‘eingezäuntes Landstück (Feld, Wiese)’ und gelangt in diesem Sinne durch norddeutsche Schriftsteller auch in die Literatursprache (1. Hälfte 19. Jh.). – koppeln Vb. ‘mit Riemen aneinanderbinden’ (besonders Tiere), ‘beweglich miteinander verbinden’ (Fahrzeuge, Wagen), auch ‘zur Weide einzäunen’, mhd. koppeln, kopelen, kuppeln, kupelen ‘binden, an die Koppel legen (besonders Hunde), fesseln’, ebenfalls als Jagdausdruck entlehnt aus gleichbed. afrz. copler, coupler, dem lat. cōpulāre ‘durch ein Band verknüpfen, zusammenschließen, -binden’, übertragen ‘Personen vereinigen, zusammenbringen (auch zur geschlechtlichen Vereinigung und zur Eheschließung)’ voraufgeht. Direkt auf das lat. Verb in seiner letztgenannten übertragenen Bedeutung dürfte mhd. frühnhd. kop(p)eln, kup(p)eln ‘(geistig, in Liebe) vereinigen, zusammenbringen’ zurückgehen (s. kuppeln).

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Bedeutungsverwandte Ausdrücke

(etwas an etwas) koppeln · (miteinander) verkoppeln · (untereinander) verbinden · zusammenfügen · zusammenkoppeln  ●  (Dinge) aneinanderhängen ugs., auch figurativ

koppeln · verknüpfen

Typische Verbindungen zu ›koppeln‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›koppeln‹.

Legende: Adjektive Adverbien Substantive

Verwendungsbeispiele für ›koppeln‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ebenfalls nicht sehr glücklich hat man die vier zum abendfüllenden Programm bestimmten Filme gekoppelt. [Neues Deutschland, 18.04.1950]
Doch der militärische Sieg war schon immer daran gekoppelt, dass er auch politisch umgesetzt werden muss. [Die Zeit, 12.01.2009]
Schließlich war die Macht mittels Bildung lange genug an die Schrift gekoppelt. [Die Zeit, 03.12.1993]
Mit den leitenden Stellungen ist jedoch ein gewisses Ansehen verbunden, und mit dem Ansehen gekoppelt ist eine gewisse Macht. [Die Zeit, 20.10.1961]
Dann wird derselbe Ton mit einem schmerzhaften elektrischen Reiz gekoppelt. [Klix, Friedhart: Information und Verhalten, Berlin: Deutscher Verl. der Wissenschaften 1971, S. 612]
Zitationshilfe
„koppeln“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/koppeln>.

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