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Für Ihre Abfrage nach lehnen gibt es mehrere Wörterbuchartikel.
  • 1lehnen, Verb
    1. 1. mit leichter Neigung, schräg an einen stützenden Gegenstand stellen und dadurch Halt geben
    2. 2. ...
      1. a) sich in leichter Neigung, schräg gegen jmdn., etw. legen, um Halt zu finden
      2. b) sich über einen Gegenstand beugen und sich dabei mit dem Körper auf ihm abstützen
    3. 3. mit leichter Neigung, schräg gegen etw. gestützt sein, stehen oder sitzen und dadurch Halt haben

  • 2lehnen, Verb
    1. [veraltet] etw. leihen

lehnen

GrammatikVerb · lehnt, lehnte, hat gelehnt
Aussprache 
Worttrennung leh | nen
Wortbildung  mit ›lehnen‹ als Erstglied: lehnig · Lehnsessel · Lehnstuhl
 ·  mit ›lehnen‹ als Letztglied: ablehnen · anlehnen · auflehnen · dagegenlehnen · hinauslehnen · hinüberlehnen · vorlehnen · zurücklehnen

Bedeutungen

Duden, GWDS,
Duden, GWDS,
1.
mit leichter Neigung, schräg an einen stützenden Gegenstand stellen und dadurch Halt geben
2.
a)
sich in leichter Neigung, schräg gegen jmdn., etw. legen, um Halt zu finden
b)
sich über einen Gegenstand beugen und sich dabei mit dem Körper auf ihm abstützen
3.
mit leichter Neigung, schräg gegen etw. gestützt sein, stehen oder sitzen und dadurch Halt haben
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)
1lehnen · ablehnen · auflehnen · 1Lehne
1lehnen Vb. ‘an einen stützenden Gegenstand stellen’, reflexiv ‘sich an etw. stützen, gegen etw. stellen’. Zugrunde liegen zwei Verben, und zwar ein intransitives ahd. (h)linēn (8. Jh.), mhd. linen, lenen ‘lehnen, sich stützen’ mit asächs. hlinon, mnl. lenen, loenen, leunen, nl. leunen, aengl. hleonian, hlinian, engl. to lean und ein kausatives transitives ahd. (h)leinen (um 1000), mhd. leinen ‘lehnen’, nhd. leinen (bei obd. Schriftstellern noch bis zum 18. Jh.) mit mnl. leinen, aengl. hlǣnan. Die Vermischung von intransitivem und transitivem Gebrauch beginnt im Mhd., worauf beide Formen wohl in dem (neben mhd. leinen stehenden) md. lēnen zusammengefallen sind. Beide Verben führen mit ablautendem ahd. (h)lēo ‘Grabhügel, Grabmal’ (8. Jh.), asächs. hlēo, aengl. hlǣw, hlāw, got. hlaiw ‘Grab’, hlain ‘Hügel’ sowie mit aind. śráyatē ‘heftet an etw., lehnt sich an, befindet sich’, śráyati ‘lehnt, bringt an etw. an, legt auf etw.’, griech. klī́nein (κλίνειν) ‘(sich) neigen, (an)lehnen, niederlegen, beugen’ (s. Klinik, Klima, Klimakterium), spätlat. clīnāre ‘biegen, beugen, neigen’ (nach lat. acclīnāre ‘anlehnen’, dēclināre ‘abändern, abweichen’, s. deklinieren, inclīnāre ‘hinneigen, hinwenden’), lat. cliēns ‘der sich schutzeshalber an einen Patron Anlehnende, Schutzbefohlener einer Gens’ (s. Klient), lit. šliẽti ‘anlehnen, stützen’, šlýti ‘sich (zur Seite oder nach vorn) neigen’ auf ie. *k̑lei- ‘neigen, lehnen’, Erweiterung der Wurzel ie. *k̑el- ‘neigen’ (s. Halde). – ablehnen Vb. ‘zurückweisen, verweigern, nicht annehmen, ausschlagen, mißbilligen’ (um 1500), daneben (bis ins 18. Jh.) ableinen. auflehnen Vb. ‘die Arme auf etw. stützen, auflegen’, (reflexiv) ‘sich empören, widersetzen’, mhd. ūfleinen ‘auf-, anlehnen, befestigen’, (reflexiv) ‘sich aufrichten, sich empören’, (md.) ūflēnen, obd. (bis ins 18. Jh.) aufleinen. 1Lehne f. ‘Stütze eines Sitzmöbels für Rücken oder Arme’, obd. ‘sanfter Berghang’, ahd. (h)lina ‘Rückenlehne, Lagerstätte’ (8. Jh.), (h)lena (10. Jh.), mhd. lene, lin(e), auch ‘Geländer, Galerie’.

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Typische Verbindungen zu ›lehnen‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›lehnen‹.

Legende: Adjektive Adverbien Substantive

Verwendungsbeispiele für ›lehnen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

In einem der Zimmer lehnte eine Leiter an der Wand. [Glavinic, Thomas: Die Arbeit der Nacht, München Wien: Carl Hanser Verlag 2006, S. 63]
Sie lehnte sich so weit aus dem Fenster, dass sie fast hinausfiel, aber sie konnte nichts sehen, natürlich nicht. [Funke, Cornelia: Tintenherz, Hamburg: Cecilie Dressler Verlag 2003, S. 452]
Ungeduldig lehnte er sich an das Schott, die Hand neben dem Öffnungsmechanismus. [C’t, 1996, Nr. 9]
Sie lehnt entspannt an der Wand, er kehrt ihr, mit anderen Gästen plaudernd, den Rücken zu. [Die Zeit, 09.07.1998]
Mit verschränkten Beinen setzte er sich aufs Bett, den Rücken gegen die Wand gelehnt. [Glavinic, Thomas: Die Arbeit der Nacht, München Wien: Carl Hanser Verlag 2006, S. 285]
Zitationshilfe
„lehnen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/lehnen#1>.

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lehnen

GrammatikVerb · lehnt, lehnte, hat gelehnt
Aussprache 
Worttrennung leh | nen
Wortbildung  mit ›lehnen‹ als Erstglied: Lehnbedeutung · Lehnbildung · Lehnformung · Lehnprägung · Lehnschöpfung · Lehnübersetzung · Lehnübertragung · Lehnwendung · Lehnwort
 ·  mit ›lehnen‹ als Letztglied: belehnen · entlehnen

Bedeutung

eWDG
eWDG
veraltet etw. leihen
Beispiel:
Tausend Mark wenn mir einer lehnte […] [ Hesse1,806]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)
2lehnen · belehnen · entlehnen · Lehnwort
2lehnen Vb. ‘zu Lehen geben’, landschaftlich ‘leihen, verleihen’, ahd. lēhanōn ‘borgen, leihen’ (9. Jh.; vgl. analēhanōn, um 800), mhd. mnd. lēhenen, lēnen ‘als Lehen geben, belehnen, leihen, entleihen’, asächs. lēhnon ‘leihen’, mnl. lēnen, nl. lenen, aengl. lǣnan ‘leihen, gewähren, geben’, engl. (mit d aus den Präteritalformen) to lend ‘(ver)leihen’, anord. lāna ‘leihen’ sind Ableitungen von dem unter Lehen (s. d.) behandelten Substantiv. Dazu die Präfixbildungen belehnen Vb. ‘als Lehen geben, in ein Lehen einsetzen’, mhd. belēhenen; entlehnen Vb. ‘fremdes Geistesgut übernehmen und verwerten, entleihen’, ahd. intlēhanōn (9. Jh.), mhd. entlēh(en)en ‘entleihen, entlehnen’. Lehnwort n. ‘aus einer fremden Sprache entlehntes, der heimischen Lautung, Betonung und Flexion angeglichenes Wort’ (Mitte 19. Jh.); zuvor entlehntes Wort (Mitte 18. Jh.).

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Typische Verbindungen zu ›lehnen‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›lehnen‹.

Legende: Adjektive Adverbien Substantive

Verwendungsbeispiele für ›lehnen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

In einem der Zimmer lehnte eine Leiter an der Wand. [Glavinic, Thomas: Die Arbeit der Nacht, München Wien: Carl Hanser Verlag 2006, S. 63]
Sie lehnte sich so weit aus dem Fenster, dass sie fast hinausfiel, aber sie konnte nichts sehen, natürlich nicht. [Funke, Cornelia: Tintenherz, Hamburg: Cecilie Dressler Verlag 2003, S. 452]
Ungeduldig lehnte er sich an das Schott, die Hand neben dem Öffnungsmechanismus. [C’t, 1996, Nr. 9]
Sie lehnt entspannt an der Wand, er kehrt ihr, mit anderen Gästen plaudernd, den Rücken zu. [Die Zeit, 09.07.1998]
Mit verschränkten Beinen setzte er sich aufs Bett, den Rücken gegen die Wand gelehnt. [Glavinic, Thomas: Die Arbeit der Nacht, München Wien: Carl Hanser Verlag 2006, S. 285]
Zitationshilfe
„lehnen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/lehnen#2>.

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