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staken

GrammatikVerb · stakt, stakte, ist/hat gestakt
Aussprache 
Worttrennung sta | ken
Wortbildung  mit ›staken‹ als Erstglied: Staker · stakig  ·  mit ›staken‹ als Letztglied: anstaken · aufstaken · davonstaken · einherstaken · heranstaken · herunterstaken · hinaufstaken · weiterstaken · zurückstaken

Bedeutung

eWDG
eWDG
norddeutsch
1.
sich mit einem (kleinen) Wasserfahrzeug irgendwohin fortbewegen, indem man es mit einer langen Stange weiterstößt, die vom Fahrzeug aus gegen den Grund oder das Ufer gestemmt wird
Grammatik: Perfektbildung mit Hilfsverb ‘sein’
Beispiel:
wir sind am Ufer entlang, durch den flachen Kanal, über die überschwemmten Wiesen gestakt
etw. staken
Grammatik: Perfektbildung mit Hilfsverb ‘haben’
Beispiel:
den Kahn, das Boot durch den verschilften Teil des Sees staken
2.
umgangssprachlich etwas steif, bedächtig und ungelenk irgendwohin gehen, staksen
Grammatik: Perfektbildung mit Hilfsverb ‘sein’
Beispiele:
er ist durch das Zimmer, zur Tür, über den Hof gestakt
Krischan … stakte den kleinen Steig hinauf zur Landstraße [ WelkHeiden329]
3.
umgangssprachlich mit einer Heugabel in einen Haufen Heu, Stroh oder in eine Garbe hineinstechen, den Haufen, die Garbe weiterbefördern, meist auf den Erntewagen
Grammatik: Perfektbildung mit Hilfsverb ‘haben’
Beispiel:
zwei Mann haben gestakt, und einer hat auf dem Wagen gepackt
4.
umgangssprachlich etw. staktetw. sticht, ragt spitz heraus
Grammatik: Perfektbildung mit Hilfsverb ‘haben’
Beispiel:
Gerüste stakten in die Luft [ KlugeKortüm235]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)
Stake · Staken · staken · staksen · staksig
Stake f. auch Staken m. ‘Pfahl, Stange, Bootsstange’, im 15. Jh. aus dem Nd. in die Literatursprache aufgenommen. Mnd. mnl. stāke ‘Knüppel, dicker Stock, Bootsstange’, nl. staak, aengl. staca, engl. stake ‘Pfahl, Pfosten’, anord. -staki in lȳsistaki ‘Leuchter’, schwed. stake ‘Stange, Pfahl’ sowie ahd. stah ‘einjähriger Hirsch, Spießhirsch’ (um 900) führen zu germ. *stakan- und mit lat. tīgnum (wenn aus *tegnom) ‘Bauholz, Balken’, lit. stãgaras ‘dürrer, langer Stengel’, lett. stagars ‘Stachelbarsch’, russ.-kslaw. stogъ ‘Haufen’, russ. stog (стог) ‘Heuschober’ auf ie. *steg-, eine Variante von ie. *(s)teig-, *(s)tig- ‘stechen, spitz, Stange, Pfahl, Stock’, Gutturalerweiterung der Wurzel ie. *(s)tei- ‘spitzig’ (s. stechen). – staken Vb. ‘Stangen setzen, mit Stangen versehen, ein Boot im flachen Wasser mit einer Stange fortbewegen, mit großen, steifen Schritten ungelenk gehen’, seit dem 17. Jh. aus mnd. nd. stāken bei norddeutschen Schriftstellern. Dazu die md. Intensivbildung staksen Vb. ‘mit steifen, großen Schritten gehen’, vgl. md. Staks ‘langer, dünner Kerl’ (18. Jh.) und staksig Adj. ‘lang und dünn, hager, ungelenk’ (20. Jh.).

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Bedeutungsverwandte Ausdrücke

im Stechkahn fahren · staken

staken · staksen · stapfen · stelzen · waten
Oberbegriffe
  • einen Fuß vor den anderen setzen · gehen · laufen · zu Fuß gehen  ●  fußeln veraltend, regional · latschen ugs., salopp · zu Fuß laufen ugs.

Typische Verbindungen zu ›staken‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›staken‹.

Legende: Substantive

Verwendungsbeispiele für ›staken‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Stakst eine Dame durch das Bild, schlüpft er in die Pumps. [Süddeutsche Zeitung, 08.09.1994]
Vor allem sonntags läßt man sich auf grellbunten Kähnen durch die schwimmenden Gärten staken, dabei wird gezecht. [Der Tagesspiegel, 18.05.1997]
Die Beine des Kalbes staken falsch, nämlich angewinkelt, aus ihrem Leib. [Die Zeit, 11.07.2012]
Er weiß das und stakst scheu vor sich hin lächelnd weiter. [Süddeutsche Zeitung, 21.09.1999]
Zwischen den mit verbrauchtem Kriegsmaterial gefüllten Trichtern staken die windschiefen Kreuze verfallener Gräber. [Jünger, Ernst: In Stahlgewittern, Stuttgart: Klett-Cotta 1994 [1920], S. 217]
Zitationshilfe
„staken“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/staken>.

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