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- weiten – Schreibung, Definition, Bedeutung, Etymologie, Synonyme, Beispiele
weiten
Bedeutung
eWDG
eWDG
etw. dehnen, weiter machen, etw. erweitern
Beispiele:
er musste sich [Dativ] die Schuhe weiten lassen
mit schreckhaft geweiteten Augen starrte er ihn an
übertragendieser Lehrer sah seine Aufgabe darin, Interessen zu wecken und den Horizont zu weiten
[…] die Frau des Gutsvogtes, deren
Blusen Lena […] noch immer
weiten mußte
[…] [ StrittmatterWundertäter19]
übertragenFriedrich Kraus hat unseren Blick geweitet, er
hat uns Ärzte biologisch denken gelehrt
[…] [ BrugschArzt245]
●
⟨etw. weitet sich⟩etw. wird weiter, erweitert sich
Beispiele:
seine Augen, Pupillen weiteten sich vor Erstaunen, Schreck, Angst
die Havel weitet sich auf ihrem Weg zur Elbe mehrfach zu Seen
bildlichder ursprünglich geplante Aufsatz weitete sich ihm unter der Hand zu einer längeren Abhandlung (= gewann den Umfang einer längeren Abhandlung)
übertragendurch seine Tätigkeit, durch zahlreiche Reisen hatte sich sein Horizont, sein Blick geweitet
bildlich[…] Marie bekam Heimweh, sobald sich
der Himmel weitete
(= sobald es klar wurde, sich die Bewölkung am Himmel auflöste)
[…] [ SeghersDie Toten6,239]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)
Etymologie
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)
weit · Weite · weiten · weitern · erweitern
weit Adj. ‘räumlich ausgedehnt’, ahd. (9. Jh.), mhd. wīt ‘von großer Ausdehnung’, asächs. aengl. wīd, mnd. wīde, engl. wide, mnl. wijt, nl. wijd, anord. vīðr, schwed. vid, germ. *wīda- wird am besten aus ie. *u̯i-ito- ‘auseinandergegangen’ erklärt, bestehend aus der Wurzel ie. *u̯ī̌- ‘auseinander’ (s. wider) und einer to-Ableitung von der unter eilen (s. d.) genannten Wurzel ie. *ei- ‘gehen’. Vergleichbar sind awest. vītay- (aus *vī-itay-) ‘das Weggehen’, wohl auch lat. vītāre ‘(ver)meiden, ausweichen’ (aus *vi-itō ‘gehe aus dem Wege’). – Weite f. ‘räumliche Ausdehnung’, ahd. wītī (9. Jh.), mhd. wīte ‘Weite, Breite, weiter Raum oder Umfang, weites offenes Feld’. weiten Vb. ‘weiter machen, vergrößern’, ahd. (Hs. 12. Jh.), mhd. wīten, faktitive Bildung zum Adjektiv. Dazu das (heute kaum noch übliche) Iterativum weitern Vb. ‘weiter machen, vergrößern, ausdehnen’, mhd. wītern ‘weiter werden oder machen’; heute erweitern Vb. (16. Jh.).
Bedeutungsverwandte Ausdrücke
aufweiten ·
ausdehnen ·
ausweiten ·
breiter machen ·
dehnen ·
erweitern ·
spreizen ·
vergrößern ·
weiten ●
expandieren physikalisch, technisch ·
extendieren veraltet ·
skalieren fachspr.
(sich) weiten ·
ausweiten
(sich) weiten ·
ausleiern (Gummi) ·
schlaff werden ·
unelastisch werden ●
erschlaffen geh. ·
keinen Zug mehr haben ugs. ·
schlapp werden ugs.
Typische Verbindungen zu ›weiten‹ (berechnet)
Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›weiten‹.
Blick
Blickfeld
Blickwinkel
Blutgefäß
Bronchie
Flaschenhals
Gefäß
Global
Herzkranzgefäß
Horizont
Klangraum
Kluft
Kosmische
Panorama
Pupille
Schere
Schlucht
schreckhaft
Tal
Themenspektrum
Unendliche
unversehens
verengen
zusammenziehen
Legende:
Adjektive
Substantive
Verben
Verwendungsbeispiele für ›weiten‹
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora
Mal hatte sie geblinzelt, mal hatten sich ihre Augen
geweitet.
[Schulze, Ingo: Neue Leben, Berlin: Berlin Verlag 2005, S. 643]
Wir haben einige Überholmöglichkeiten, dabei aber die Kurven nach
innen geweitet.
[Die Zeit, 26.10.2011 (online)]
Was von außen streng gefasst erscheint, weitet
sich innen zu großartiger Offenheit.
[Die Zeit, 31.03.2008]
So weitet sich das Feld, auf dem die Lösung
des Problems gefunden werden kann.
[Die Zeit, 05.11.1965]
Öffnet sich jedoch das Tor, so weitet sich der
Raum.
[Süddeutsche Zeitung, 24.11.2004]
Fehler in Verwendungsbeispielen zu „weiten“
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