David Puentez schwärmt: „Parookaville ist die Nummer 1“
Der frühe Abend-Slot auf der Mainstage von Parookaville scheint sich für deutsche Star-DJs zu einem Volltreffer zu entwickeln. Nachdem Alle Farben jetzt schon mehrfach zu dem Zeitpunkt sehr erfolgreich das Areal vor der Hauptbühne füllte, durfte in diesem Jahr David Puentez am Freitag um 18.15 Uhr die 190 Meter breite „Main-Station“ bespielen. Und es zeigte sich einmal mehr, dass der Hamburger nicht nur zu den beliebtesten Künstlern bei den Bürgerinnen und Bürgern von Parookaville gehört, sondern auch bei bis zu 30.000 Fans während seines Auftritts ein echter Publikums-Magnet auf der größten Bühne ist. Im Interview spricht der DJ und Produzent über den Stellenwert von Parookaville, seine Tour-Pläne, Anfragen der RTL-Show Let‘s Dance und erzählt von einem magischen Moment, den ihm Weltstar Tiesto in Las Vegas bescherte.
Was ging in dir vor, als du am Wochenende die Mainstage von Parookaville betreten hast?
Vor drei Jahren habe ich das Opening auf der Mainstage von Parookaville gespielt und so voll wie damals war es noch nie bei einem Opening. Und jetzt waren noch einmal doppelt so viele Leute da wie damals. Du schaust daraus und siehst diese unzähligen Gesichter in dieser Masse an Menschen. Das ist einfach nur krass - als wenn du vor einem Traum stehst und mit dem Schritt auf die Bühne in diesen Traum reingehst. Das Gefühl ist unbeschreiblich.
Kurz vor deiner Play-Time hat sich das Areal noch einmal gefüllt, als ob ein Teil der Parookaville-Gäste ganz gezielt bei dir sein wollte...
Dafür, dass ich so einen Auftritt erleben darf, habe ich 20 Jahre hart gearbeitet. Das macht einen unheimlich glücklich, wenn man sieht, dass es immer voller wird und sich die Stimmung weiter steigert. Es ist schön zu spüren, wenn das, was ich täglich mache, so gewertschätzt wird. Das ist für mich ein Ansporn weiter dranzubleiben. Zudem ist es für mich ja keine richtige Arbeit - ich habe mein Hobby, meine Leidenschaft schlicht zu meinem Beruf machen können.
Du hattest in den letzten zwei Jahren auf der zweitgrößten Bühne Bill‘s Factory einen enormen Zuspruch, was in der Beförderung auf die Mainstage mündete - zahlt sich gute Leistung im Musik-Business aus?
Ich glaube, am Schluss setzt sich Qualität immer durch. Du hast bei Parookaville als Gast so viele Bühnen zur Auswahl - da überlegen sich die Leute schon gut, zu wem sie hingehen. Auch bei meinem ersten Auftritt dieses Jahr bei Parookaville - am Donnerstag bei der Pre-Party auf dem Penny Tower - war es richtig voll.
Bereitest du dich unterschiedlich auf die beiden Auftritte Penny Tower und Mainstage vor?
Ja, auf jeden Fall. Am Tag der Pre-Party kommen ja viele Leute erst an und wollen einfach schonmal ein bisschen Spaß haben. Da kann ich neue Versionen testen, um dann zu entscheiden, ob sie am Tag später auf der Mainstage funktionieren könnten. Der Penny-Tower ist einfach Fun, aber mein Mainstage-Auftritt läuft im Livestream und ist danach auch noch bei Youtube zu sehen. Das ist schon noch eine andere Nummer.
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David Puentez: „Für mich ist Parookaville klar die Nummer 1“
Welchen Stellenwert hat für dich das Festival Parookaville?
Für mich ist Parookaville klar die Nummer 1. Ich arbeite sehr eng mit dem ganzen Team vom Veranstalter zusammen. Die Parookaville-Familie ist mit der David-Puentez-Familie sehr eng verbunden und ich fühle mich auch persönlich sehr wohl. Das ist ein wahnsinnig sympathisches Festival mit vielen tollen Menschen, die das hier auf- und abbauen.
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Im letzten Jahr hast du eine Sport-Challenge bei der Pre-Party gemacht - gab es diesmal auch eine Aktion?
Ja, ich musste 2024 gegen Camper antreten und habe natürlich sang- und klanglos verloren. Diesmal habe ich nur Goodies aus dem Penny-Markt verteilt - für ein bisschen Gönnung auf dem Campingplatz.
Du hast eine sehr erfolgreiche Konzerthallen-Tournee hinter dir....
Als DJ das Palladium in Köln zu füllen, ist schon außergewöhnlich.
Hast du damit gerechnet?
Gute Frage... wenn man alles in Eigenregie plant und organisiert, geht man schon davon aus, dass man Tickets verkauft. Aber ausverkauft? Das hofft man allenfalls - umso glücklicher ist man, wenn es tatsächlich klappt. Und es gibt ja am 15. November die Fortsetzung im Palladium - auch da läuft der Vorverkauf schon sehr gut.
Was reizt dich an einer eigenen Show?
Du bist von keinem Veranstalter abhängig und kannst alles selbst bestimmen. Wir können den perfekten David-Puentez-Abend planen und den Menschen das zurückgeben, was sie auch für ein Ticket bei einem Preis von 59 Euro verdient haben. In so einer Tour steckt ein ganzes Jahr Arbeit drin und ist ein Herzens-Projekt von mir.
Bei der letzten Tour hattest du einige besondere Gäste mit auf der Bühne. Ist das wieder geplant?
Ohhhh.... ja! Beim letzten Mal waren es ja Tim Kamrad, Isaak und mein Schwiegerpapa Nino de Angelo. Für unsere neue Tour haben wir mehrere Acts dabei, die im deutschen Radio ganz vorne sind und die sonst in noch größeren ausverkauften Hallen als ich auftreten. Gerade die Shows in Köln und Berlin werden sehr spannend.
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Beim Festival Tomorrowland in Belgien ist die Mainstage durch ein Feuer abgebrannt...
Das ist tragisch so kurz vor dem Festival-Start. Aber das Wichtigste ist ja, dass niemand verletzt wurde. Und dann sieht man einmal, wie professionell die Tomorrowland-Veranstalter sind, wenn sie binnen 36 Stunden eine neue Bühne vor die abgebrannte Mainstage zimmern und das Festival trotzdem durchzuziehen. Das wird für alle Gäste ein ganz besonders Erlebnis in diesem Jahr, diesen abgebrannten Bau da im Hintergrund zu sehen.
Ist es ein Ziel für dich, einmal beim Tomorrowland aufzutreten?
Natürlich, das ist wohl für jeden DJ ein Traum. Parookaville, Tomorrowland und das Ultra Music Festival sind schon die ganz Großen.
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Letztens hast du ein Spaß-Video mit Bezug zu der TV-Show Let‘s Dance bei Instagram gepostet - was wäre denn, wenn wirklich mal RTL bei dir anklopfen würde?
Tatsächlich haben sie sogar schon zweimal bei mir angefragt. Und ich habe es immer von mir aus abgesagt und mache dann da einen Gag draus. Ich kann ja überhaupt nicht tanzen und hab‘ überhaupt kein Rhythmus-Gefühl. Ehrlich gesagt macht mir so wie bei Let‘s Dance zu tanzen auch gar keinen Spaß.
Ein Lied mit Rita Ora steht bei David Puentez auf der Bucket List
Dann hast du ein Foto von dir mit Rita Ora gepostet und mit einem Augenzwinkern dazu geschrieben, dass sie auf deiner nächsten Single singen wird, es aber schlicht noch nicht weiß... - besteht denn eine kleine Chance, dass es tatsächlich mal klappen könnte?
Bisher nicht... (lacht) ...., aber mein Team bei meiner Plattenfirma Universal ist tatsächlich schon dran. Das wäre ein riesiger Traum. Ich habe sie einmal für einen kurzen Augenblick getroffen und durfte kurz mit ihr quatschen. Ein Lied mit Rita Ora steht definitiv auf der Bucket List.
Armin van Buuren hat es dank seines intensiven Fitness-Programms bis auf das Cover des Magazins „Men Health“ geschafft - wäre das auch was für für deine Bucket List?
Definitiv - da arbeite ich jeden Tag dran (lacht) Aber wenn, dann auf der deutschen Ausgabe.
Weltstar Tiesto bescherte Puentez einen magischen Moment
Du hast zusammen mit Weltstar Tiesto einen Remix des Liedes M83 produziert - wie kam es dazu?
Als wir das Aftermovie von der Show im Palladium hochgeladen haben, hat mein Videograf Luis Song-Schnipsel benutzt. Darauf hat Tiesto mich angeschrieben und gefragt hat, ob das mein Remix sei. Dabei war das bis dahin wirklich nur ein Musik-Schnipsel. Aber so entstand die Song-Idee, die wir zusammen umgesetzt haben. Tiesto wollte dann die fertige Version unbedingt bei einem besonderen Auftritt in Las Vegas spielen und fragte, ob ich nicht live dabei sein will.
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Dabei handelte es sich um eine Show in der kugelförmigen Halle The Sphere, die sich mit ihren spektakulären visuellen Effekten auszeichnet...
Ich habe natürlich sofort zugesagt und bin mit meiner Frau dahin geflogen. Als er unseren Mix spielte, war das für mich ein unglaublich schöner Moment. Einen Tag später haben wir telefoniert - selbst für ihn war der Auftritt etwas ganz Besonderes. Tiesto ist für mich sowieso einer der ganz Großen. Ich liebe ihn als Künstler als auch als Mensch, weil er so bodenständig ist, obwohl er in seinem Leben bereits alles erreicht hat. Wir hatten bei einer Weltreise in Thailand zufällig das gleiche Hotel gebucht, nur dass er an dem Tag, wo wir ankamen, schon abreisen musste. Da hat mir und meiner Frau eine Flasche Champagner aufs Zimmer stellen lassen mit einer Notiz, auf der er sich noch einmal für die Kooperation bedankte. Das sind diese kleinen Momente der Wertschätzung, die ich einfach ganz toll finde.
