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IGA 2027

Neues Besucherzentrum an Zeche Nachtigall in Witten: LWL gibt grünes Licht

Witten. An der Zeche Nachtigall in Witten soll ein neues Besucherzentrum entstehen. Der LWL hat dazu eine finale Entscheidung getroffen. Das sind die Pläne.
Von Inga Heidl, Redakteurin
Die Zeche Nachtigall in Witten (Archivbild) soll ein neues Besucherzentrum bekommen. Am Freitag (27. März) hat der LWL die Entscheidung gefällt. © FUNKE Foto Services | Jürgen Theobald

Rund um die Wittener IGA-Projekte tut sich gerade einiges. Die Kulturabteilung des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) hat am Freitag (27. März) dem Baubeschluss für die Maßnahmen am Museum Zeche Nachtigall zugestimmt. Diese sind Teil des Kooperationsprojekts „Ruhrfenster Muttental“ zur Internationalen Gartenausstellung 2027, an dem sich der LWL und die Stadt Witten beteiligen.

Der Grundsatzbeschluss dazu war bereits gefasst worden. Wegen “neuer Erkenntnisse nach dem erfolgreichen Architekturwettbewerb“ wurde er aber noch einmal abgeändert. Auch die Gesamtkosten mussten neu ermittelt werden. 

So teuer werden die Baumaßnahmen an der Zeche Nachtigall in Witten

Grund dafür seien unter anderem gestiegene Baupreise. Auch wurden Altlasten wie Schwermetalle im Boden gefunden, die „kostenintensiv“ entsorgt werden müssten. Damit liegen die Gesamtkosten laut Beschlussvorlage jetzt bei knapp 19 Millionen Euro. Um die acht Millionen sollen aus Fördermitteln kommen, unter anderem vom Bund.

Der Ruhrtal-Radweg führt an der Zeche Nachtigall in Witten vorbei. © FUNKE Foto Services | Gero Helm

Zu den Baukosten für das geplante Besucherzentrum (13 Millionen Euro) kommen noch Ausgaben für die Ersteinrichtung, ein Wirtschaftsgebäude, die Sanierung bestehender Gebäude und der Anteil, den der LWL für die neuen Bahnübergänge dazu tut. Im Grundsatzbeschluss vom September 2022 waren zunächst Kosten von 14 bis 16 Millionen Euro angegeben worden.

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Planung für das neue Besucherzentrum

Das geplante Besucherzentrum soll laut Beschlussvorlage aus Holz konstruiert werden und ein begrüntes Dach bekommen. Neben einer Ausstellungsfläche und einem Empfangsbereich sind darin auch eine Gastronomie sowie Toiletten und Verwaltungsräume vorgesehen. Auch ein neues Wirtschaftsgebäude soll entstehen, das als Lager und Werkstatt genutzt werden kann.

Der Zeitplan sieht vor, dass der Bauantrag noch im ersten Quartal 2026 eingereicht wird. Die Arbeiten für das Besucherzentrum und das Wirtschaftsgebäude sollen dann ab dem ersten Quartal 2027 beginnen und Ende 2028 abgeschlossen sein – also erst nach der Gartenschau. Komplett fertig mit allen Baumaßnahmen sei man voraussichtlich Ende 2030.

CDU fordert „Masterplan Muttental“

Die Wittener CDU kritisiert derweil, dass der Fokus bei den IGA-Projekten zu sehr auf dem Museumsstandort Zeche Nachtigall liege. Die Stadt hat vor, einen neuen Parkplatz an der Nachtigallbrücke und eine bessere Wegeverbindung zur Zeche Nachtigall zu schaffen.

Es fehle ein Konzept, welches das Muttental als Ganzes sehe, so die CDU-Fraktion. Sie will darum im nächsten Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Klima am 30. April einen Antrag für einen “Masterplan Muttental” einbringen. 

Radfahrer erkunden das Muttental über den Ruhrtal-Radweg. © FUNKE Foto Services | Gero Helm

Darin wird die Verwaltung aufgefordert, einen “Masterplanprozess” mit beteiligten Anwohnern und Vereinen zu beginnen, um aktuelle Probleme und künftige Ziele zu besprechen. Die CDU weist auf Beschwerden von Anliegern wegen Vermüllung und Vandalismus hin. Auch Fragen zu Besucherlenkungen und Verkehrsführung sowie der touristischen Nutzung des Muttentals sollen besprochen werden.

Einen Arbeitskreis zum Muttental gibt es bereits, in dem diese Fragen ebenfalls erläutert werden sollen. Laut Interessengesellschaft Muttental / Hardensteiner Tal war diese Zusammenarbeit zuletzt aber ins Stocken geraten.

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„Die Initiativen haben schon viel Arbeit geleistet“, so Ratsmitglied Tobias Grunwald (CDU). „Diese Arbeit wollen wir nutzbar machen, damit sie nicht ins Leere läuft”. Grunwald wünscht sich, dass der Antrag seiner Partei „fraktionsübergreifend angenommen wird“. An dem Masterplan könnte sich die Politik dann messen lassen.

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