Iran feuert Raketen auf Israel: So funktioniert der Hightech-Schirm Iron Dome
- Die Mullahs reagieren auf die Angriffe der USA und Israel
- Nun müssen sich Abwehrsysteme wie der Iron Dome oder David‘s Sling beweisen
- Wie funktionieren die Hightech-Schirme, die Israel vor Feinden schützen sollen?
Raketenabwehr ist eine Kernkompetenz der Israelis: Sie greifen auf viele Systeme unterschiedlicher Höhe und Reichweite zurück, die sich überlappen und im Verbund auf eine hohe Trefferquote von bis zu 90 Prozent kommen sollen: Iron Dome, David’s Sling, Arrow 2 und Arrow 3 sowie C-Dome. Zur Abwehr des Raketenangriffs des Irans dürften viele von ihnen zum Einsatz gekommen sein.
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Iron Dome und David‘s Sling: Die Systeme ergänzen sich
David’s Sling (Schleuder Davids) bekämpft Raketen mit einer Reichweite von 70 bis über 300 km. Die USA steckten nach eigenen Angaben rund 2,4 Milliarden US-Dollar (rund 2,1 Mrd. Euro) in die Entwicklung.
Das auch als Magic Wand (Zauberstab) bekannte System ist seit Frühjahr 2017 einsatzbereit. Anders als der Iron Dome dient es dazu, größere ballistische Raketen und Marschflugkörper mit einer Reichweite von bis zu 300 Kilometern unschädlich zu machen. Über solche Waffen verfügen nach Angaben der USA unter anderem der Iran und die von ihm unterstützte Hisbollah-Miliz im Libanon.
Darunter greift der Iron Dome (eiserne Kuppel) ein. Das System erkennt Artillerieraketen, Mörsergranaten, Drohnen und Mittelstreckenraketen und fängt sie ab.
Es wurde 2010 in den Dienst gestellt. Es ist zum einen ausgereift und hat sich zum anderen bewährt. Es besteht aus mindestens zehn Systemen mit jeweils einem Radar, einer Kontrolleinheit und drei Startvorrichtungen mit 20 Abwehrraketen vom Typ Tamir.
Iron-Dome und C-Dome: Eiserne Kuppel kann überfordert werden
Ist absehbar, dass eine Rakete in unbewohntes Gebiet niedergeht und damit keine Menschenleben gefährdet werden, lässt die „Eiserne Kuppel“ das Geschoss durch. Trotzdem kann der Iron Dome übersättigt werden, wie die Fachleute sagen. Das Radar kann zwar bis zu 200 anfliegende Raketen erkennen, aber wenn man ihre Zahl drastisch erhöht, ist die eiserne Kuppel überfordert. Begrenzt ist auch der Nachschub an Raketen.
Die jüngste Entwicklung – erst 2023 getestet – heißt C-Dome und kommt von der Marine. Es ist also für den Einsatz auf See konzipiert. Der C-Dome ist auf vier Korvetten der Sa‘ar-6-Klasse montiert. Er greift auf das Radar der Kriegsschiffe zurück. Bis zu zehn Flugkörper können in Seestartcontainern geladen werden.
mit dpa/bee
