Trump wirbt mit 15-Punkte-Plan für Kriegsende – der Iran hat eine klare Antwort
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Drastischer könnte der „split-screen” zwischen Washington und Teheran nicht sein. Während Donald Trump baldige Friedensverhandlungen mit dem Iran in Aussicht stellt und dem Kriegsgegner über pakistanische Vermittler einen 15-Punkte-Plan mit Forderungen und Zugeständnissen zukommen ließ, stellt das Mullah-Regime den US-Präsidenten als Lügner dar.
Ein Sprecher des Militärs machte sich in einer Fernsehansprache lustig über Washingtons. „Haben eure internen Konflikte den Punkt erreicht, an dem ihr mit euch selbst verhandelt?“ Esmaeil Baqaei, der Sprecher des Außenministeriums in Teheran, flankierte die Ablehnung: „Es gibt keine Gespräche oder Verhandlungen zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten.“ Begründung: „sehr katastrophale Erfahrungen“. Der Iran wurde „zweimal innerhalb von neun Monaten angegriffen, als wir mitten in einem Verhandlungsprozess zur Lösung der Atomfrage standen“. Später sickerte in Washington durch, die iranische Führung habe über Mittelsmänner signalisiert, dass sie den 15-Punkte-Plan ablehnt.
Aktuelle Nachrichten zum Krieg in Nahost
USA präsentieren 15-Punkte-Plan zur Beendigung des Iran-Kriegs
Zuvor war der Inhalt des 15-Punkte-Plans der USA zur Beendigung des Krieges mit dem Iran bekannt geworden. Viele Details sind deckungsgleich mit dem, was Amerika vor der Bombardierung der iranischen Atomanlagen im Juni 2025 unterbreitet hatte. Die Details auf einen Blick:
- Aufhebung aller Sanktionen gegen den Iran (wenn alle Forderungen erfüllt sind).
- Unterstützung der USA beim Vorantreiben und Aufbauen eines zivilen Atomprojekts (Stromerzeugung).
- Aufhebung der Drohung, Sanktionen erneut zu verhängen.
- Das iranische Atomprogramm wird unter einem festgelegten Rahmen eingefroren.
- Angereichertes Uran bleibt bestehen, jedoch unter Aufsicht und innerhalb vereinbarter Grenzen.
- Das ballistische Raketenprogramm soll zu einem späteren Zeitpunkt behandelt werden, mit Beschränkungen hinsichtlich Menge und Reichweite.
- Die Nutzung von Atomprogrammen ist ausschließlich auf zivile/defensive Zwecke beschränkt.
- Die Entwicklung bestehender nuklearer Kapazitäten wird gestoppt.
- Keine weitere Ausweitung der Anreicherungskapazitäten.
- Keine Produktion von waffenfähigem Nuklearmaterial auf iranischem Boden.
- Das gesamte angereicherte Material wird der Internationalen Atom-Energiebehörde IAEO innerhalb eines vereinbarten Zeitrahmens übergeben.
- Die Atom-Standorte Natanz, Isfahan und Fordow werden stillgelegt (zerstört).
- Internationale Überwachungs- und Verifizierungsmechanismen werden durchgesetzt.
- Die schrittweise Umsetzung ist an die Einhaltung der Vereinbarungen geknüpft.
- Zusätzliche regionale und sicherheitspolitische Vereinbarungen zwischen den Parteien.
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Der vorgeschlagene Mechanismus: Während eines noch einmonatigen Waffenstillstands sollen die Details verhandelt werden. Auch ein Friedensgipfel in Islamabad unter Beteiligung von US-Vizepräsident J.D. Vance wird diskutiert. Erster Schönheitsfehler: Der Iran will keinen befristeten Waffenstillstand. Einem Gipfeltreffen hat Teheran bisher nicht zugestimmt. Zweiter Schönheitsfehler: Trump rüstet parallel weiter auf. Mit der 82nd Airborne Division, einer Elite-Luftlandedivision, hat der Präsident just weitere 2000 Soldaten an den Golf entsandt. Wenn das bis Samstag verlängerte Ultimatum Trumps abgelaufen ist, spekulieren Insider, könnte ein großer Militärschlag folgen.
