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Finanzielle Vorteile?

Vor Iran-Krieg: Hegseth stellt dubiose Anfrage bei Finanzberater

Washington. Einen Beweis für Insiderhandel gibt es nicht. Aber neue Berichte über das Verhalten des „Kriegsministers“ werfen Fragen auf.
Von Dirk Hautkapp, Korrespondent in Washington
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Wollte der Kriegsminister mitverdienen am Krieg? Wenige Wochen vor dem US-Angriff auf den Iran hat ein Finanzberater von Verteidigungsminister Pete Hegseth offenbar versucht, mehrere Millionen Dollar in einen milliardenschweren Rüstungsfonds von Blackrock zu investieren. Einem Bericht der „Financial Times“ zufolge nahm Hegseths Broker bei Morgan Stanley im Februar Kontakt zum weltweit größten Vermögensverwalter auf, um Anteile am „Defense Industrials Active ETF“ zu erwerben. Der Fonds wirbt ausdrücklich damit, von steigenden Staatsausgaben für Verteidigung und Sicherheit zu profitieren. 

Zu den größten Positionen zählen Rüstungskonzerne wie RTX, Lockheed Martin und Northrop Grumman. Das Geschäft kam am Ende nicht zustande, weil der Fonds für Morgan-Stanley-Kunden seinerzeit noch nicht verfügbar war. Ob stattdessen ein anderer Verteidigungsfonds gekauft wurde, ist unbekannt. Das Pentagon wies den Bericht scharf zurück.

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Insiderhandel-Vorwürfe: Hegseth gerät wegen Rüstungsfonds in Kritik

Strafrechtlich ist der Fall vorläufig unbedenklich, politisch nicht. Hegseth zählt seit Anbeginn zu den lautesten Befürwortern des Kriegs gegen den Iran. Er lobt das US-Militär jeden Tag über den grünen Klee, nennt das zur Verfügung stehende Kriegsgerät weltweit unübertroffen. Gerade deshalb wirkt schon der Versuch, kurz vor Kriegsbeginn auf einen Fonds mit Rüstungswerten zu setzen, „problematisch“, sagen Demokraten im Kongress.

Belege für Insiderhandel gibt es nicht. Doch der Vorgang fügt sich in eine breitere Debatte in Washington: Wer in Regierungskreisen früh von sicherheitspolitischen Entscheidungen weiß, kann an den Märkten schon vor allen anderen von ihnen profitieren.

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