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Deck, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Decks · Nominativ Plural 1: Decks · Nominativ Plural 2: seltenDecke
Aussprache  [dɛk]
Grundformdecken
Wortbildung  mit ›Deck‹ als Erstglied: Deckbalken · Deckeinsatz · Deckmannschaft / Decksmannschaft · Deckoffizier / Decksoffizier · Deckpassagier · Decksaufbau / Deckaufbau · Decksdienst / Deckdienst · Deckshaus / Deckhaus · Decksladung / Deckladung · Deckslast / Decklast · Decksleute · Decksluke / Deckluke · Decksmann · Decksplanke / Deckplanke · Decksstütze / Deckstütze · Deckstuhl
 ·  mit ›Deck‹ als Letztglied: Achterdeck · Backdeck · Bootsdeck · Freideck · Hauptdeck · Hinterdeck · Kajütdeck · Kassettendeck · Mitteldeck · Oberdeck · Parkdeck · Peildeck · Promenadendeck · Quarterdeck · Schiffsdeck · Sonnendeck · Tapedeck · Unterdeck · Vordeck · Vorderdeck · Zwischendeck
 ·  mit ›Deck‹ als Binnenglied: Doppeldecker · Eindecker · Glattdecker · Hochdecker · Mehrdecker · Schulterdecker · Tiefdecker · Zweidecker

Bedeutungen

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1.
horizontale Fläche, die das Innere von Schiffen (oder eines seiner Stockwerke) oder von größeren Booten nach oben hin abschließt
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: das hintere, vordere, schwankende, vereiste Deck
in Präpositionalgruppe/-objekt: an, auf, unter Deck gehen, kommen, sein
als Akkusativobjekt: das Deck schrubben
Beispiele:
der Kapitän befahl: »Alle Mann (= die ganze Mannschaft) an Deck
Wir haben die Ausläufer des erwarteten Tiefs erreicht und kämpfen uns durch fünf Meter hohe Wellen. Immer wieder peitscht das Wasser über das Deck. [Die Welt, 26.06.2003]
Gemütlich tuckert der dickbäuchige Motorsegler von Bucht zu Bucht, während die Passagiere an Deck in der Sonne faulenzen. [Bild, 17.04.2001]
Die einmastigen barchas der Fischer sind ganz oder teilweise offen; größere, mehrmastige Küstensegler haben durchgehende Decks, auch bescheidene Aufbauten am Heck. [Auf, ins Meer der Finsternis!, 04.11.2010, aufgerufen 18.08.2015]
Mit einem großen Schritt geht es vom schwankenden Deck auf die steile Hafentreppe. [Der Spiegel, 08.08.2007 (online)]
Das Schiff neigt sich mittlerweile um fast 30 Grad, Flüchtende gleiten auf dem vereisten Deck aus, werden in die Tiefe gerissen. Erst jetzt wird vielen an Bord klar, dass sie nur die Wahl haben zwischen Untergang und Sprung in die eiskalte See. [Bild, 20.03.2002]
a)
bildlich
Phrasem:
alle Mann an Deck (= alle zu einer solidarischen Gruppe vereint)
Beispiele:
Natürlich sind auch unsere Mitarbeiter, unsere Forscher und Epidemiologen, die ganze Zeit am Telefon. Wir haben alle Mann an Deck. [Süddeutsche Zeitung, 02.05.2020]
Wir stecken jetzt, in der Corona‑Pandemie mehr denn je, gemeinsam drin, über die ökonomischen Klassengrenzen hinweg. Diesmal braucht die Führung alle Mann an Deck […]. [Süddeutsche Zeitung, 19.05.2020]
Die SPD wird noch beweisen müssen bei schwierigen Fragen, dass sie wirklich alle Mann an Deck bekommt. [Der Spiegel, 22.11.2005 (online)]
Wenn ich aber Oppositionsführerin gewesen wäre und die Regierung nach der Bayern‑Wahl unter Druck, dann hätte ich doch alle Mann an Deck geholt, um Stärke zu beweisen. [Welt am Sonntag, 28.09.2003]
Es ist ein klares Signal, das der Parteitag in die Bundespartei gesandt hat: alle Mann an Deck, und Besinnung auf die alten Instinkte. [Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.02.2000]
b)
Phrasem:
umgangssprachlichwieder auf Deck sein (= wieder gesund, wohlauf sein)👁 Image
2.
bei mehrstöckigen Bussen, Fähren, Kreuzfahrtschiffen, Großraumflugzeugen o. Ä.   eine von mehreren Etagen
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: die oberen, unteren Decks
Beispiele:
Das obere Deck des Busses brannte völlig aus, es entstand ein Schaden von 100.000 Euro. [Süddeutsche Zeitung, 23.02.2018]
Nun suchen sie im Wrack nach rund 220 Vermissten. Die meisten werden im Bauch der Fähre vermutet, im dritten und vierten Deck. Die beiden Decks wurden nach dem Kentern zu tödlichen Fallen. [Der Spiegel, 21.04.2014 (online)]
Ein komplettes Deck [des Kreuzfahrtschiffes] ist Kindern vorbehalten, Sport, Spiel, Animation – ein Reich für sich mit 50 überaus freundlichen Betreuern. [Die Welt, 28.02.2009]
In der Kabine 630 auf dem 6. Deck des teuersten, größten, aufregendsten Passagierschiffs aller Zeiten rauschte und rumorte es in den eingelassenen Wasserrohren zum Wintergarten. [Welt am Sonntag, 25.01.2004]
Der Rumpf des Flugzeuges mit einem Durchmesser von über sechs Metern wird zwei Decks beherbergen. Die Fluggäste gelangen über die Gangway auf das in drei Vestibüle unterteilte Unterdeck, wo sie auf Wandregalen ihr Gepäck abstellen. Danach begeben sie sich über Innentreppen aufs Oberdeck. Dort nehmen sie in einem der Salons ihren Platz ein. [Neues Deutschland, 12.02.1973]
3.
Kartenspiel Gesamtheit der Karten für ein Kartenspiel oder der Karten, mit denen ein Spieler ein einzelnes Spiel bestreitet
Synonym zu Kartensatz (3)
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: ein vorgegebenes, [selbst, zufällig] zusammengestelltes Deck
Beispiele:
Texas Hold ’em gehört zu den polulärsten Pokervarianten. Jeder Spieler bekommt zwei Karten aus einem Deck mit 52 Blatt. [Der Spiegel, 09.01.2015 (online)]
In verschiedenen Spielmodi nutzen die Teilnehmer entweder ihre persönlichen oder nach dem Zufallsprinzip zusammengestellte Decks und begeben sich in fesselnde Wettbewerbe für vier oder noch mehr Spieler. [Marvel Trading Card Game, 13.10.2010, aufgerufen 01.09.2020]
Während die Spieler bei Sammelkartenspielen mit einem fertigen »Deck« ins Spiel gehen, hat Dominion die Entwicklung dieser Kartensätze zum Thema, wenn die Spieler ihren Kartenvorrat Runde für Runde durch geschickte Zukäufe weiterentwickeln müssen. [Saarbrücker Zeitung, 30.06.2009]
Mit Hunderten von verfügbaren Karten, darunter auch viele bekannte Zauber, Waffen und Charaktere aus dem Warcraft‑Universum, haben Spieler eine »praktisch unendliche« Anzahl an Möglichkeiten, ihre Decks zusammenzustellen und an ihre individuellen Strategien anzupassen. [Der Standard, 25.03.2013]
Die Grundidee von Magic besteht darin, daß sich jeder Spieler vor Spielbeginn jene Karten, von denen er sich die größte Wirkung verspricht, selbst zusammenstellt. Klartext: Je mehr Geld investiert wurde, desto größer sind die Chancen, ein gutes Blatt zu bekommen. Bis ein Sammler ein ordentliches, mit genügend raren – und entsprechend wirkungsvollen – Bildern ausstaffiertes Blatt (Fachjargon: Deck) beisammen hat, sind unzählige doppelt und dreifach vorhandene Karten getauscht und nicht selten an die tausend Mark zum Teufel. [die tageszeitung, 09.03.1996]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)
Deck · Verdeck
Deck n. ‘oberer betretbarer Boden bzw. Stockwerk eines Schiffes’. Das in der 2. Hälfte des 17. Jhs. ins Hd. übernommene Wort der Seemannssprache nd. Deck, mnl. dec, nl. dek ‘Bedeckung, Dach’ ist von mnl. mnd. decken (s. decken) abgeleitet, bezeichnet also zunächst die ein Schiff von oben (ab-, zu)deckenden Planken. Seit dem 18. Jh. wird Deck in der Seemannssprache in präpositionalen Verbindungen meist artikellos gebraucht: auf, unter, an, über Deck; im Hd. (Mitte 19. Jh.) auch übertragen auf Deck sein ‘wohlauf sein’. – Verdeck n. ‘oberstes Schiffsdeck’, im 17. Jh. aus mnd. mnl. vordecke übernommen; dann (in Anlehnung an hd. verdecken) ‘bewegliches, zurückklappbares Kutschen-, Wagendach’ (19. Jh.).

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Bedeutungsverwandte Ausdrücke

Schifffahrt
Deck · Schiffsdeck
Unterbegriffe
  • Freiborddeck · Vermessungsdeck
  • Hüttendeck · Poop · Poopdeck · Puppdeck
  • Brunnendeck · Tiefdeck · Welldeck · gesenktes Deck  ●  Versaufloch ugs.
  • 1. Deck · Hauptdeck
  • Hüttendeck · Kampanje · Kampanjedeck
  • Orlop · Orlopdeck
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Deck‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Deck‹.

Legende: Adjektive Substantive Verben
Zitationshilfe
„Deck“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Deck>.

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