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Element, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Element(e)s · Nominativ Plural: Elemente
Aussprache  [eləˈmɛnt]
Worttrennung Ele | ment
Wortbildung  mit ›Element‹ als Erstglied: Elementbauweise · Elementenpaar · Elementumwandlung
 ·  mit ›Element‹ als Letztglied: Basiselement · Batterieelement · Bauelement · Bedeutungselement · Bedienelement · Bedienungselement · Befestigungselement · Betonelement · Bezugselement · Bildelement · Bildungselement · Bioelement · Brennelement · Datenelement · Dekorationselement · Einzelelement · Fertigelement · Florenelement · Formelement · Fugenelement · Gestaltungselement · Grundelement · Handlungselement · Hauptelement · Heizelement · Kernelement · Klimaelement · Konstruktionselement · Kulturelement · Landschaftselement · Lebenselement · Leclanché-Element · Maschinenelement · Mischelement · Naturelement · Nullelement · Photoelement / Fotoelement · Radioelement · Sandsteinelement · Schaltelement · Schlüsselelement · Schmuckelement · Schrankelement · Speicherelement · Sprachelement · Spurenelement · Stahlbetonelement · Steuerelement · Steuerungselement · Stilelement · Strukturelement · Systemelement · Teilelement · Textelement · Theorieelement · Thermoelement · Trockenelement · Urelement · Verbindungselement · Voltaelement · Werbeelement · Westonelement · Winkelement · Wissenselement · Wortbildungselement
 ·  mit ›Element‹ als Grundform: elementar
Herkunft aus elementumlat ‘Grund-, Urstoff’

Bedeutungen

eWDG
eWDG
1.
Physik, Technik Gerät, in dem chemische Energie in elektrische Energie umgesetzt wird, Stromquelle
Beispiele:
ein elektrisches, galvanisches Element
die galvanische Batterie ist eine Vereinigung von galvanischen Elementen
2.
Chemie Stoff, der mit chemischen Mitteln nicht weiter zerlegbar ist, Grundstoff
Beispiele:
feste, flüssige, gasförmige Elemente
die Wertigkeit eines Elementes
das periodische System der chemischen Elemente
Sauerstoff, Helium, Eisen sind Elemente
spaltbare Elemente
die derzeit bekannten 118 Elemente
die Häufigkeit der Elemente im Weltraum
Aus dem Helium werden schwerere Elemente aufgebaut [ Urania1962]
3.
gehoben Naturgewalt
Beispiele:
ein Aufruhr, das Rasen der Elemente
das entfesselte Element
die Elemente hatten sich verschworen
der Fisch schwamm in seinem angestammten, heimatlichen Element (= im Wasser)
und war schon wieder in so einen hölzernen Trog gebannt, der auf dem widerwärtigen Element schwamm [ I. SeidelLabyrinth35]
der stete, harte, gefahrvolle Kampf mit dem grimmig‑launischen Element [ RaabeHungerpastorI 1,588]
Welch ein Schauspiel: Wie sich die Elemente miteinander verbanden, das Feuer Sprenggase erzeugte und diese das Wasser in die Luft warfen [ A. ZweigEinsetzung182]
historisch Urstoff
Beispiele:
Feuer, Wasser, Luft und Erde sind die vier Elemente des Altertums
der wohnt / Im leichten Feuer mit dem Salamander / Und hält sich rein im reinen Element [ SchillerWallenst. TodII 2]
4.
umgangssprachlich sein Elementseine für ihn passende Umgebung, Arbeit
Grammatik: nur im Singular
Beispiele:
er war (ganz) in seinem Element 👁 Image
DWDS, 22.07.2025
sie fühlte sich hier in ihrem Element 👁 Image
DWDS, 22.07.2025
5.
Grundbegriffe, Anfangsgründe
Grammatik: nur im Plural
Beispiele:
die Elemente einer fremden Sprache erlernen
die grundlegenden Elemente der Grammatik
die ersten Elemente der Tanzkunst, des Schwimmens
er hat mir die Elemente davon beigebracht
6.
Bestandteil, Wesenszug
Beispiele:
die verschiedenen Elemente im Baustil vereinigen sich hier zu einem harmonischen Ganzen
heterogene Elemente verschmelzen
das phantastische Element herrscht in dieser Oper vor
das vorherrschende Element des Realismus
etw. von fremden Elementen reinigen
das deutsche Element in dieser Kunst
das unentbehrliche Element menschlichen Zusammenlebens
er vertrat das heitere, gesprächige, belebende Element bei Tisch
das konstruktive, demokratische, fortschrittliche Element
man vermisste das persönliche Element in dem Glückwunsch
abseits jener wenigen Hauptstraßen … in denen das europäische Element den Ton angibt [ SchomburgkAfrika337]
Das einzig gemütliche Element dieses Raumes ist das Feuer [ WerfelBernadette368]
7.
Person
Beispiele:
in dieser Gruppe haben die guten, besseren Elemente die Oberhand
salopp, abwertender ist ein schlechtes Element dieser Gemeinschaft
salopp, abwertenddaß sich im Kommando der Effektenkammer ein fragwürdiges Element befand [ ApitzNackt288]
Grammatik: meist im Plural
Beispiele:
asoziale, staatsfeindliche, kriminelle, schlechte, unsaubere, lichtscheue, arbeitsscheue, verkommene, gemeingefährliche, verbrecherische, zersetzende, anrüchige, unliebsame, unsichere Elemente
jmdn., sich vor dunklen Elementen schützen
zudem waren es großenteils nicht die besten Elemente, die von seiner Gegenwart angelockt wurden [ Th. MannKönigl. Hoheit7,187]
im Bund mit den schlechtesten Elementen [ SeghersDie Toten6,347]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)
Element · elementar · elementarisch
Element n. ‘Grundstoff, Grundbestandteil’. Im 13. Jh. wird lat. elementum ‘Grund-, Urstoff’ bzw. der häufigere Plur. elementa ins Dt. entlehnt (vgl. lat. quattuor elementa, mhd. vier elemente). Lat. elementa bezeichnet zunächst wahrscheinlich die ‘Buchstaben’ als Grundbestandteile der Rede, als gesprochene Laute. In den Bedeutungen ‘physikalische Grundstoffe’ und ‘Anfangsgründe’ (im Lesen und Schreiben, in den Wissenschaften überhaupt) ist es wohl Übersetzung von griech. stoiché͞ia (στοιχεῖα) Plur., eigentlich ‘der Reihe nach Aufgestelltes’, zu griech. stó͞ichos (στοῖχος) ‘Reihe’. Die Herkunft des lat. Substantivs ist unklar; vielleicht aus *elepantum ‘elfenbeinerner Buchstabe’ (d. h. Spielbuchstabe zur Förderung des Lesenlernens), das als altes Lehnwort aus griech. eléphās bzw. dem Akkusativ eléphanta (ἐλέφας, ἐλέφαντα) ‘Elfenbein, Elefant’ anzusehen wäre (s. Elefant). Element für ‘chemischer, nicht weiter zerlegbarer Grundstoff’ begegnet zuerst im 17. Jh., Elemente für ‘Grundbegriffe, Anfangsgründe’ seit Anfang des 18. Jhs. – elementar Adj. ‘grundlegend, naturhaft, urwüchsig’ (18. Jh.), besonders im Sinne von ‘Grund-, Anfangs -’ als Bestimmungswort in Zusammensetzungen wie Elementarbuch, -unterricht (18. Jh.), Elementarschule (19. Jh.); älter ist elementarisch Adj. ‘naturhaft’ (16. Jh.), anfangs allein auf die Urstoffe bezogen; aus lat. elementārius.

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Bedeutungsverwandte Ausdrücke

Bestandteil · Element · Glied · Komponente · Konstituens · Modul · Punkt · Teil  ●  Baustein fig.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen

Chemie
Element · Grundstoff · Urstoff · chemisches Element
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen

Bauelement · Baugruppe · Bauteil · Einheit · Element · Komponente · Modul
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen
  • Lichtbeton · lichtleitender Beton · transluzenter Beton

Mathematik
Eintrag · Element (einer Skala)  ●  Item fachspr.

Element · Subjekt

Typische Verbindungen zu ›Element‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Element‹.

Legende: Adjektive Verben

Verwendungsbeispiele für ›Element‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Warum hat er es so spät in seinen Elementen herangezogen? [Kracke, Helmut: Aus eins mach zehn und zehn ist keins, Tübingen: Wunderlich Verl. Leins 1968, S. 227]
Gerade das kritische Element geht dem scheinbar unabhängigen Denken verloren. [Adorno, Theodor W.: Minima Moralia, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1971 [1951], S. 74]
Es mussten auch romantische Elemente im republikanischen Denken gefunden werden. [Lepenies, Wolf: Kultur und Politik, München, Wien: Carl Hanser Verlag 2006, S. 139]
Trotzdem besteht ein solches System aus seinen Elementen, also aus Ereignissen. [Luhmann, Niklas: Soziale Systeme, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1984, S. 71]
Früher betonte die Führung stets, sie säubere ihre Ränge von »schlechten Elementen«. [Der Spiegel, 18.06.2001]
Zitationshilfe
„Element“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Element>.

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