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- Mass – Schreibung, Definition, Bedeutung, Etymologie, Synonyme, Beispiele
Mass, die oder das
GrammatikD-Südost Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Mass · Nominativ Plural 1: Mass · Nominativ Plural 2: seltenMassen
Nebenformen Maß · Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Maß · Nominativ Plural 1: Maß · Nominativ Plural 2: seltenMaßen
Nebenformen gelegentlich Maß · Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Maß · Nominativ Plural 1: Maß · Nominativ Plural 2: seltenMaßen
Aussprache [mas][mɑs] [maːs] [maːs]
Wortbildung
mit ›Mass‹/›Maß‹ als Erstglied:
Maßkrug
Bedeutung
DWDS
DWDS
meist D-Südost, gelegentlich D-Südwest, A meist in Bayern, typischerweise auf Volksfesten ein Liter Bier o. Ä. in einem entsprechend großen Trinkgefäß
Beispiele:
Die Mass Bier, auch alkoholfreies Bier und
die Mass Radler kosten [auf dem Volksfest] 7,80 Euro. Die Mass
Spezi gibt es für 6,60 Euro. [Landshuter Zeitung, 21.06.2018]
Im bäuerlichen Alltag war das Steinbier […] sehr beliebt, zum »Nacht‑Essen« begnügte man sich
mit einer Maß Bier und einem Stück Brot. [Kleine Zeitung, 28.12.1997]
Den Ton, den man für die Herstellung der Bierkrügl unweigerlich
braucht, hat’s dort zwar nicht gegeben, aber zahlreiche Hafner. Und die
haben damals nur auf der Innenseite glasierte Gefäße hergestellt, die (vor
dem Befüllen gut in Wasser getaucht) mittels Verdunstungskälte eine
Mass kühl gehalten haben. [Münchner Merkur, 17.10.2020]
Für den Rausch auf dem [Cannstatter]
Wasen müssen die Gäste tiefer denn je in die Tasche greifen. Im Dinkelacker
Festzelt wird die Maß Bier 11,20 Euro kosten –
Rekord. [Reutlinger General-Anzeiger, 25.09.2019]
Der große Unterschied zum Münchner Oktoberfest war der Bierpreis,
denn in Neuhausen kostete das Maß Bier nur halb so
viel. [Südkurier, 19.09.2017]
Gespielt wurde meist um Maßen Bier, eine
feuchtfröhliche Angelegenheit. [Fränkischer Tag, 30.01.2017]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)
Etymologie
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)
Maß · dermaßen · einigermaßen · gewissermaßen · Maßnahme · Maßregel · Maßstab · maßvoll · anmaßen · Anmaßung · mäßig · mäßigen · Gemäß
Maß n. ‘Einheit zum Messen von Größen, die durch Messen festgestellte Größe, Meßinstrument, die richtige Mitte, das rechte Verhältnis’, spätmhd. (bair.-öst.) māʒ n. ‘eine bestimmte Quantität, Gefäß zum Messen, Grad, Art und Weise’ (14. Jh.) ist durch Vermischung hervorgegangen aus ahd. māʒa f. (um 1000), mhd. māʒe f. ‘Maß, angemessene Menge, richtig gemessene Größe, abgegrenzte Ausdehnung in Raum, Zeit, Gewicht, Kraft, Art und Weise, das Maßhalten’ (vgl. dazu mnd. mnl. māte f., nl. maat f.) und ahd. meʒ n. ‘Maß, Meßgerät, Ordnung, Art und Weise’ (8. Jh.), mhd. meʒ n. ‘Maß, womit (Flüssigkeit, Getreide) gemessen wird, Ausdehnung, Richtung, Ziel’, das im Obd. bis ins 16. Jh. mit der Bedeutung ‘Meßgerät’ bewahrt wird. Beide sind Bildungen zu dem unter messen (s. d.) behandelten Verb. Luther verwendet Maß mit fem. und neutr. Genus; im 18. Jh. hat sich das Maß durchgesetzt, während die Maß nur noch im Obd. als Hohlmaß (‘ein Liter’) gilt (vgl. eine Maß Bier). Reste fem. Flexion bewahren die ursprünglichen Genitivfügungen dermaßen Adv. ‘derart’ (15. Jh.), einigermaßen Adv. ‘in gewissem Maße, Grade, ziemlich, erträglich, ungefähr’, anfangs (17. Jh.) in genitivischer Fügung einiger Maße. gewissermaßen Adv. ‘sozusagen, gleichsam’ (18. Jh.). – Maßnahme f. ‘Regelung, Anordnung’ (19. Jh.), älter Maßnehmung (18. Jh.). Maßregel f. ‘Richtlinie, Vorschrift’ (18. Jh.). Maßstab m. ‘Meßlatte’ (15. Jh.), ‘Richtlinie, nach der etw. beurteilt wird’ (17. Jh.). maßvoll Adj. ‘beherrscht, zurückhaltend’ (19. Jh.). anmaßen Vb. reflexiv ‘über das Zustehende hinausgehen, übermäßig großen Anspruch erheben’, mhd. sich anemāʒen ‘für sich als angemessen beanspruchen’; Anmaßung f. ‘unberechtigter Anspruch, Überheblichkeit’ (um 1500). mäßig Adj. ‘maßvoll, durchschnittlich, nicht überragend’ (18. Jh.), ahd. māʒīg ‘Maß haltend’ (10./11. Jh.), mhd. mæʒic ‘enthaltsam, maßvoll, klein’, mhd. frühnhd. auch ‘angemessen, gemäß, entsprechend’. In der letztgenannten Bedeutung entwickelt sich -mäßig zu einem in moderner Sprache überaus produktiven Kompositionssuffix (vgl. bedeutungs-, funktions-, wetter-, wohnungsmäßig); in dieser Funktion belegt seit dem 16. Jh. mäßigen Vb. ‘auf das rechte Maß herabmildern’, reflexiv ‘sich beherrschen, zurückhalten’, mhd. mæʒigen ‘abmessen, ermessen, veranschlagen’, reflexiv ‘sich enthalten’. Gemäß n. Maßeinheit, Meßgerät (Hohl- und Landmaß), gemes (14. Jh.), Gemeß (16. Jh.), mnd. aengl. gemet, eine Kollektivbildung zu Maß (s. oben und s. ge-). Heute unüblich.
Bedeutungsverwandte Ausdrücke
Maß ·
Metrik
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| Assoziationen |
Mathematik
| Unterbegriffe |
|
Einheit ·
Maß ·
Maßeinheit
| Unterbegriffe |
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| Assoziationen |
|
| Unterbegriffe |
|
Maß ·
Messwert
| Oberbegriffe |
| Unterbegriffe |
|
| Assoziationen |
|
(ein) Bier ·
(ein) Bierchen ·
(ein) Glas Bier ·
(ein) Humpen ·
(ein) Schoppen ·
(ein) kühles Blondes ●
(eine) Maß bayr. ·
(eine) Halbe ugs., süddt.
| Unterbegriffe |
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Typische Verbindungen zu ›Mass‹ (berechnet)
anlocken
Ansturm
anziehen
arabisch
arbeitend
Aufstand
begeistern
bewegen
breit
demonstrierend
drängeln
elektrisieren
faszinieren
Jubel
jubelnd
Liebling
locken
mitreißen
mobilisieren
Mobilisierung
proletarisch
Psychologie
strömen
ungefedert
unterdrückt
verarmt
Verelendung
werktätig
zujubeln
Legende:
Adjektive
Substantive
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