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Reh, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Reh(e)s · Nominativ Plural: Rehe
Aussprache  [ʀeː]
Wortbildung  mit ›Reh‹ als Erstglied: Rehauge · Rehbein · Rehbock · Rehbraten · rehbraun · rehfarben · rehfarbig · Rehgehege · Rehgehörn · Rehgeiß · Rehkalb · Rehkeule · Rehkitz · Rehleder · Rehpinscher · Rehposten · Rehrücken · Rehschnitzel · Rehwechsel · Rehwild
 ·  mit ›Reh‹ als Letztglied: Jungreh · Schmalreh

Bedeutungen

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1.

Männliches Reh, Rehbock

Titel:Männliches Reh
Bildunterschrift:Männliches Reh, Rehbock
Autor bzw. Autorin:Jerzystrzelecki
Datum:08.09.2012
Lizenz:CC BY 3.0
Quelle:https://de.wikipedia.org/wiki/Reh#/media/Datei:Capreolus_(js)10.jpg
abgerufen am:19.10.2023
Hinweis: Das Originalbild wurde ggfls. verändert.

Weibliches Reh, Ricke

Titel:Ricke in der Nähe des Ilkerbruchs
Bildunterschrift:Weibliches Reh, Ricke
Autor bzw. Autorin:PeterRohrbeck
Datum:01.05.2015
Lizenz:CC BY-SA 4.0
Quelle:https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Reh13ibrn.jpg#/media/File:Reh13ibrn.jpg
abgerufen am:19.10.2023
Hinweis: Das Originalbild wurde ggfls. verändert.
in Europa häufigster und kleinster Hirsch (Capreolus capreolus), dessen männliche Tiere statt einem großen Geweih nur ein kleines Gehörn auf dem Kopf tragen
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: ein äsendes, scheues, waidwundes Reh
als Akkusativobjekt: ein Reh anfahren, überfahren, erlegen, schießen, reißen, fressen; Rehe hetzen, füttern
in Präpositionalgruppe/-objekt: mit einem Reh kollidieren, zusammenstoßen
mit Präpositionalgruppe/-objekt: Rehe am Waldrand, auf einer Lichtung, in einer Wiese
Beispiele:
Rehe gehören zoologisch zu den Hirschen, sind aber mit einem Körpergewicht zwischen rund zehn bis 30 Kilo weit von Rot‑ oder Damwild entfernt. Die »Hörner«, die männliche Rehe tragen, werden auch nicht Geweih, sondern Gehörn genannt. [Neue Westfälische, 24.07.2014]
Bei Rehen birgt […] die Paarungszeit während der Sommermonate Juli und August ein erhöhtes Unfallrisiko auf Strassen, wenn die Tiere »kopflos durch die Gegend jagen«. [Neue Zürcher Zeitung, 25.05.2023]
Bald wird es auf den Wiesen wieder brandgefährlich für Rehkitze und andere Tierkinder. Fällt doch die erste Mahd in die Hauptsetzzeit der Rehe. Rehmütter legen ihre Kitze häufig auf Wiesen in Waldrandnähe ab und kommen, um keine Räuber auf das Kitz aufmerksam zu machen, nur immer wieder kurz zum Säugen vorbei. Die Jungen laufen vor dem Mähwerk nicht weg, sondern ducken sich instinktiv nur noch tiefer in das Gras. [Münchner Merkur, 03.05.2023]
Selbst ausgewachsene Rehe, deren Keulen schnell einmal drei Kilo auf die Waage bringen, verfügen über außerordentlich zartes Fleisch. [Der Standard, 24.09.2014]
Am jenseitigen Ufer standen äsende Rehe, feine, rote Figürchen am schwarzen Wasser. [von Keyserling, Eduard: Beate und Mareile. Berlin: Fischer [1903], S. 131]
2.
bildlich, sonst vergleichend drückt aus, dass jmd. scheu und zurückhaltend ist oder jmd., etw. schwach und verletzlich oder verletzt ist
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: ein scheues, waidwundes Reh
Beispiele:
Vertrauen ist ein scheues Reh, vor allem nach den Vorgängen um Wirecard. [Neue Zürcher Zeitung, 10.02.2021]
Es wäre schlicht falsch, dem Playboy ein eindimensionales Frauenbild zu unterstellen. Frauen nehmen dort auch starke Posen ein und nicht immer nur die des waidwunden Rehs. [Die Zeit, 28.09.2017 (online)]
Wie ein waidwundes Reh liegt das Feld da, aufgeschlitzt von Baggern, die die späteren Straßen in die Krume gepflügt haben. [Hamburger Abendblatt, 08.04.2016]
Der Poster ist kein scheues Reh. Eher ein im Galopp befindliches Wildschwein. Für weniger virtuell vorgebildete Menschen: Ein Poster hinterlässt meist mit Nachdruck auf Onlineforen diverser Internetpublikationen seine Meinung, oft sehr pauschalisierend. [Der Standard, 22.01.2016]
»Wir ziehen uns nicht wie ein waidwundes Reh zurück«, sagte Lederer in Anspielung auf das desaströse Wahlergebnis. [Berliner Morgenpost, 27.09.2006]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)
Reh · Rehbock · Rehgeiß · Rehkitz
Reh n. Gemeingerm. Name (mit Ausnahme des Got.) für Arten einer zierlich gebauten Gattung Hirsche mit kleinem, gabelig verzweigtem Gehörn, ahd. rēh n., rēho m. (9. Jh.), mhd. rē(ch) (Genitiv rēhes), asächs. rēho, mnd. , mnl. nl. ree, aengl. , rāa, rāha, engl. roe, anord. f. (‘Rehkuh’), schwed. (germ. *raiha- n.) stehen im grammatischen Wechsel (h und g) mit aengl. rǣge f. und vielleicht auch ahd. reia f. (um 1000; germ. *raigjō- f.). Falls das Reh nach der Farbe seines Fells benannt ist, sind die germ. Formen mit Gutturalsuffix vergleichbar mit aind. riśyaḥ, ṛ́śyaḥ ‘Bock einer Antilopenart’ sowie den Bildungen mit Labialsuffix air. rīabach ‘gesprenkelt’, lit. ráibas, raĩbas ‘buntscheckig, graubunt, braungelb gesprenkelt’, apreuß. roaban ‘gestreift’ oder mit Nasalsuffix lit. ráimas, raĩmas (gleichbed. mit ráibas, raĩbas), so daß Anschluß an eine Wurzel ie. *rei-, *roi- ‘bunt, gestreift, fleckig’ möglich ist. – Rehbock m., ahd. rēhboc (11. Jh., vgl. rēhbuckilī(n), um 1000), mhd. rēchboc (s. Bock); Rehgeiß f., ahd. rēhgeiʒ (Hs. 12. Jh.), spätmhd. rēchgeiʒ (s. Geiß); Rehkitz n., ahd. rēhkizzi (11. Jh.), mhd. rēchkitze (s. Kitz).

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Bedeutungsverwandte Ausdrücke

Zoologie
Reh  ●  Ricke fachspr.
Oberbegriffe
Unterbegriffe

von zartem Körperbau · zartes Wesen  ●  Elfe fig. · Reh fig. · Rehlein fig. · ätherisches Wesen geh.
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Reh‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Reh‹.

angefahren angeschossen ausgestopft ausweichen erlegen erlegt Fasan Fuchs gehetzt Gems Gemse gerissen geschossen grasen Gämse Hase Hirsch kollidieren liebestoll Rothirsch scheu trächtig verendet waidwund Wildschwein zusammenstoßen äsen äsend
Legende: Adjektive Substantive Verben
Zitationshilfe
„Reh“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Reh>.

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