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Hase, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Hasen · Nominativ Plural: Hasen
Aussprache  [ˈhaːzə]
Worttrennung Ha | se
Wortbildung  mit ›Hase‹ als Erstglied: Häschen · hasenartig · Hasenauge · Hasenbalg · Hasenblut · Hasenbofist · Hasenbovist · Hasenbraten · Hasenbrot · Hasenfamilie · Hasenfell · Hasenfett · Hasenfleisch · Hasenfuß · Hasengarn · Hasenglöckchen · hasengrau · Hasenhacke · Hasenherz · Hasenjagd · Hasenjunge · Hasenkammer · Hasenkeule · Hasenklage · Hasenklein · Hasenkostüm · Hasenkot · Hasenköttel · Hasenlauf · Hasenlöffel · Hasenmaus · Hasennest · Hasenohr · Hasenpanier · Hasenpest · Hasenpfeffer · Hasenpfote · Hasenragout · hasenrein · Hasenscharte · Hasenzahn · Häsin · Häslein
 ·  mit ›Hase‹ als Letztglied: Angsthase · Betthase · Bühnenhase · Dachhase · Eichhase · Etappenhase · Feldhase · Filmhase · Fußballhase · Goldhase · Küllhase · Kuschelhase · Märzhase · Osterhase · Pampashase · Pfeifhase · Polarhase · Sandhase · Satzhase · Schisshase · Schneehase · Schokohase · Schokoladenhase · Seehase · Skihase / Schihase · Stallhase · Theaterhase

Bedeutungsübersicht

  1. 1. größeres wildlebendes Nagetier mit langen Ohren, Stummelschwanz und bräunlichem Fell, das sich von Pflanzen nährt, äußerst schnell ist und als furchtsam gilt
    1. [umgangssprachlich, übertragen] ...
  2. 2. [umgangssprachlich] Kaninchen
  3. 3. [übertragen] vom Menschen
    1. a) [umgangssprachlich, vertraulich] ...
    2. b) [umgangssprachlich] ...

Bedeutungen

eWDG
eWDG
1.
größeres wildlebendes Nagetier mit langen Ohren, Stummelschwanz und bräunlichem Fell, das sich von Pflanzen nährt, äußerst schnell ist und als furchtsam gilt
Beispiele:
ein flinker, furchtsamer Hase
der Hase hoppelt über das Feld, schlägt Haken, macht Männchen
einen Hasen hetzen, jagen, schießen, fangen, erlegen
dem Hasen das Fell abziehen
den Hasen spicken, braten
er hat Angst, ist feige wie ein Hase
Häschen in der Grube saß und schlief [Kinderlied]
falscher, Falscher Hase (= Hackbraten) 👁 Image
DWDS, 19.08.2025
umgangssprachlich, übertragen
Beispiele:
dort sagen sich Fuchs und Hase gute Nacht (= das ist eine ganz abgelegene, verlassene Gegend) 👁 Image
DWDS, 22.07.2025
sehen, wie der Hase läuft (= sehen, wie sich die Sache entwickelt)
da liegt der Hase im Pfeffer (= das ist die Ursache, darin liegt die Schwierigkeit) 👁 Image
DWDS, 22.07.2025
mein Name ist Hase (= ich weiß von nichts, bin ahnungslos) 👁 Image
DWDS, 22.07.2025
sprichwörtlichviele Hunde sind des Hasen Tod (= ein einzelner vermag nichts gegen viele) 👁 Image
DWDS, 22.07.2025
2.
umgangssprachlich Kaninchen
Beispiel:
die Hasen im Stall füttern
3.
übertragen vom Menschen
a)
umgangssprachlich, vertraulich
Beispiel:
mein (armer) Hase, (armes, liebes) Häschen (= zärtliche, bedauernde Anrede)
b)
umgangssprachlich
Beispiele:
ein alter Hase (= erfahrener Fachmann) 👁 Image
DWDS, 02.11.2020
er ist ein alter Hase im Kranbau, im Skisport
er ist kein heuriger Hase (mehr) (= kein unerfahrener Mensch) 👁 Image
DWDS, 07.08.2025
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)
Hase · Hasenpanier · Hasenscharte
Hase m. wildlebendes, langohriges Nagetier. Ahd. (8. Jh.), asächs. haso, mhd. hase, has, mnd. mnl. hāse, nl. haas (germ. *hasan-), mit grammatischem Wechsel aengl. hara, engl. hare, anord. heri, schwed. hare (germ. *hazan-) hat neben sich die Adjektivbildungen ahd. hasan ‘glänzend, poliert’, eigentlich ‘grau’ (11. Jh.), mhd. heswe ‘bleich, matt’, aengl. hasu ‘graubraun’, anord. hǫss ‘grau’. Verwandt sind aind. śaśáḥ ‘Hase’, lat. cānus ‘grau, aschgrau, grauweiß’, kymr. ceinach, apreuß. sasins ‘Hase’ sowie wohl auch aslaw. sosnь, russ. sosná (сосна) ‘Kiefer, Föhre’, so daß sich als Ausgangsform die (häufig mit einem n-Suffix verbundene) Wurzel ie. *k̑as- ‘grau’ ergibt. Hase, eigentlich ‘der Graue’, ist ein Deckname, da man das Tier wegen seines angeblich dämonischen Wesens ungern beim wahren Namen nennt; vgl. ähnlich gebildetes lit. (älter) širvis ‘Hase’ zu šir̃vas ‘(blau)grau, schimmelig’, poln. (älter) szarak ‘Hase’ zu szary ‘grau’ sowie 1Bär (s. d.). Eine der vermeintlichen Eigenschaften des Hasen ist seine Furchtsamkeit, die in Personenbezeichnungen zum Ausdruck kommt wie Hasenfuß ‘übertrieben ängstlicher Mensch, Feigling’, früher auch ‘närrischer Mensch’, mhd. hasenvuoʒ, Hasenherz (Anfang 16. Jh.), Angsthase (um 1500). – Hasenpanier n., heute nur noch in der festen, von Luther verbreiteten Verbindung das Hasenpanier ergreifen ‘die Flucht ergreifen, ausreißen’, nach dem weißen Stummelschwanz des Hasen, der beim Fliehen wie ein Panier (s. Banner) in die Höhe steht; vgl. auch frühnhd. das Hasenpanier aufstecken (16. Jh.), aufwerfen (17. Jh.). Hasenscharte f. ‘angeborene Spaltbildung der Oberlippe beim Menschen’, mhd. hasinscharte, aengl. hærsceard.

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Bedeutungsverwandte Ausdrücke

Zoologie
Feldhase · Hase · Hoppler · Langohr · Mümmelmann · Mümmler · Rammler (männlich)  ●  Hoppel ugs. · Lepus europaeus (zool.) fachspr. · Meister Lampe ugs.
Assoziationen

Sünderin veraltet · Bitch derb, engl. · Dorfmatratze derb, fig. · Flitscherl ugs., österr. · Flittchen derb · Hase ugs. · Schickse derb · Schlampe derb · Wanderpokal derb, fig. · leichtes Mädchen ugs., fig. · liederliches Weibsstück ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen

Hase[Hinweis: weitere Informationen erhalten Sie durch Ausklappen des Eintrages]
Oberbegriffe

Herzblatt · Liebste(r)  ●  Darling engl. · Herzallerliebster scherzhaft · Liebes Anredeform · (du) Traum meiner schlaflosen Nächte ugs., ironisch · Augenstern geh. · Babe ugs., engl. · Baby ugs., engl., salopp · Beauty ugs., engl. · Bienchen ugs. · Bärchen ugs. · Engel ugs. · Engelchen ugs. · Engelmaus ugs. · Engelsschein ugs. · Gummibärchen ugs. · Habschi ugs., österr. · Hase ugs. · Hasi ugs. · Hasibär ugs. · Hasibärchen ugs. · Hasili ugs. · Hasimaus ugs. · Hasipupsi ugs. · Herzbube ugs. · Herzchen ugs. · Honey ugs., engl. · Hübsche ugs. · Kleine ugs. · Kleiner ugs. · Kleines ugs. · Knuddelbär ugs. · Knuddelmaus ugs. · Knufelbär ugs. · Knuffel ugs. · Knuffelchen ugs. · Knuffelschatzi ugs. · Kuschelbär ugs. · Kuschelbärchen ugs. · Kuschelhase ugs. · Kuschelmaus ugs. · Kuschelmäuschen ugs. · Kuschelschnuppe ugs. · Kuscheltiger ugs. · Kuschli ugs. · Kätzchen ugs. · Liebchen ugs. · Liebesgöttin ugs. · Liebesperle ugs. · Liebling (Anrede) ugs. · Maus ugs. · Mausbär ugs. · Mausi ugs. · Mäuschen ugs. · Mäusle ugs. · Perlchen ugs. · Puschi ugs. · Puschibär ugs. · Püppchen ugs. · Püppi ugs. · Schatz ugs. · Schatzi ugs. · Schatzimaus ugs. · Schatzimausi ugs. · Schnecke ugs. · Schnubbi ugs. · Schnucke ugs. · Schnuckel ugs. · Schnuckelchen ugs. · Schnuckelmausi ugs. · Schnucki ugs. · Schnuckiputzi ugs. · Schätzchen ugs. · Schätzelein ugs. · Schöne ugs. · Sonnenschein ugs. · Spatz ugs. · Spatzl ugs., bairisch · Spätzchen ugs. · Süße ugs. · Süßes ugs. · Täubchen ugs. · Zuckerpuppe ugs. · Zuckerpüppchen ugs. · Zuckerschnecke ugs. · Zuckerschnute ugs. · Zuckertäubchen ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen

Kaninchen · Karnickel  ●  Hase (vereinfachend) ugs. · Hauskaninchen fachspr. · Kanin fachspr. · Lapinchen (Eifeler Platt) ugs. · Mümmelmann ugs., scherzhaft · Oryctolagus cuniculus (zool.) fachspr. · Wildkaninchen fachspr.
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Hase‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Hase‹.

Legende: Adjektive Substantive Verben

Verwendungsbeispiele für ›Hase‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ich konnte es kaum erwarten, zu meinen Hasen zu kommen. [Rösler, Jo Hanns: Wohin sind all die Jahre…, München: Goldmann 1984 [1964], S. 10]
Sehr gut schmeckt das glasige Fett eines Hasen wohl nicht, zumindest daheim nicht. [Bauer, Josef Martin: So weit die Füße tragen, Frankfurt a.M: Fischer 1960 [1955], S. 216]
Als ich erwachte, blieb das Bild von einem aufrecht stehenden Hasen. [Die Zeit, 20.05.2013]
Geschrieben hat sie schon als Kind, mit sieben entstand ihre erste Geschichte über einen Hasen. [Die Zeit, 15.05.2012 (online)]
Kunstgeschichtlich ist das Bild bedeutsam, weil man nur einen Hasen sieht – sonst nichts. [Die Zeit, 04.04.2012 (online)]
Zitationshilfe
„Hase“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Hase>.

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