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Iran-Krieg

Energiekrise durch Iran-Krieg? Ministerin Reiche: „Versorgung gesichert“

Berlin. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche sieht Deutschland energiepolitisch gut aufgestellt. Sorge bereitet ihr die konjunkturelle Lage.
Von Louisa Thönig, Online-Redakteurin
Katherina Reiche (CDU), Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, gibt ein Pressestatement in Berlin. (Archivbild) © Elisa Schu/dpa | Elisa Schu

Trotz der geopolitischen Spannungen infolge des Iran-Kriegs sieht die Bundesregierung aktuell keine Gefahr für die Energieversorgung in Deutschland. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche betonte gegenüber dem „Focus“, dass sowohl Gas als auch Kraftstoffe weiterhin in ausreichender Menge verfügbar seien. Wörtlich erklärte sie: „Die Versorgung mit Sprit und Gas ist gesichert.“

Die Energieversorgung basiere auf vielfältigen Bezugsquellen, wodurch Risiken einzelner Regionen abgefedert werden können. Deutschland sei kaum noch direkt auf Energielieferungen aus der Golfregion angewiesen. Beim Flüssiggas (LNG) stammen weniger als acht Prozent der europäischen Importe aus dieser Region, beim Öl liegt der Anteil sogar nur bei etwa fünf Prozent.

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Diese Einschätzung wird von der bundeseigenen Deutsche Energy Terminal Gesellschaft (DET) gestützt. Demnach hat der Konflikt bislang keine nennenswerten Auswirkungen auf den Umschlag von Flüssiggas an deutschen Importterminals. Ein Großteil des LNG wird aktuell aus den USA bezogen, während auch andere EU-Staaten nur in geringem Maße von Lieferungen aus dem Nahen Osten abhängig sind.

Reiche stellt internationale Unterstützungsmaßnahmen in Aussicht

Während Europa vergleichsweise stabil bleibt, zeigt sich die Lage in anderen Teilen der Welt deutlich angespannter. Vor allem viele asiatische Länder sind stark auf Energieimporte aus der Golfregion angewiesen. In einigen Staaten, etwa in Südostasien, haben sich die Preise für Benzin und Diesel bereits massiv erhöht.

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Vor diesem Hintergrund stellte Reiche internationale Unterstützungsmaßnahmen in Aussicht. Trotz der aktuell gesicherten Versorgung warnte die Ministerin vor wirtschaftlichen Folgen des Konflikts. Bereits jetzt sei eine Abschwächung der Konjunktur erkennbar, unter anderem im Zusammenhang mit einer Inflationsrate von 2,7 Prozent im März. Wie stark Deutschland betroffen sein wird, hängt laut Reiche maßgeblich davon ab, wie lange der Konflikt andauert.

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Auch in Deutschland machen sich die Folgen des Konflikts vor allem an den Tankstellen bemerkbar, wo die Spritpreise spürbar gestiegen sind. Die Bundesregierung reagierte darauf bereits damit, dass nur noch einmal am Tag Preise an Tankstellen erhöht werden dürfen. Preissenkungen sind jederzeit möglich

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