Zu viele Sprit-Sparer: Tankstellen in Tschechien erleben Engpässe
Die Energiekrise zieht ihre Kreise. Aufgrund der angespannten Lage im Iran-Krieg schießen weltweit die Spritpreise in die Höhe. Auch in Deutschland liegen die Benzinpreise teilweise weit jenseits der Zwei-Euro-Marke. Das veranlasst Menschen in Grenzregionen zu einem Tankausflug ins Nachbarland. Doch in Tschechien hat das nun erste Effekte.
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Der Andrang an tschechischen Zapfsäulen ist groß. Denn Super kostet hier laut ADAC aktuell 1,56 Euro pro Liter, Diesel etwa 1,74 Euro. Der große Preisunterschied zu Deutschland kommt unter anderem durch verschiedene Besteuerungen und eine größere Konkurrenzsituation in Tschechien zustande.
Allerdings ist die Nachfrage aktuell extrem hoch. So hoch, dass einem Bericht von „blick.de“ zufolge erste Tankstellen im Raum Johanngeorgenstadt zum Teil kein Benzin mehr haben. Selbst Diesel und Premiumvarianten sollen so gut wie alle gewesen sein. Dieses Phänomen soll an vielen Grenztankstellen vorkommen. Wie der MDR meldet, sich es hauptsächlich deutsche Touristen, die nebenan ein Sprit-Schnäppchen schießen wollen.
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Doch der Tanktourismus könnte für politische Spannungen sorgen. So hat die Slowakei etwa ein umstrittenes Doppelpreissystem für Kraftstoffe eingeführt. Autofahrer mit ausländischen Kennzeichen zahlen seit Wochenbeginn 1,83 Euro für einen Liter Diesel – rund 26 Cent mehr als slowakische Autofahrer. Das sorgt für Irritation an den Zapfsäulen. Auch die EU hat wegen mutmaßlicher Diskriminierung Beschwerde angemeldet, wie slowakische Medien am Dienstag berichten.
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Mit dem neuen Preismodell möchte die Regierung von Ministerpräsident Robert Fico dem Tanktourismus entgegenwirken. Vor allem an der Grenze zu Polen war in den vergangenen Tagen an einigen Tankstellen der Treibstoff ausgegangen, da man in der Slowakei günstiger tanken konnte.
mit kna
