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Absatz, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Absatzes · Nominativ Plural: Absätze
Aussprache 
Worttrennung Ab | satz
Grundformabsetzen
Wortbildung  mit ›Absatz‹ als Erstglied: Absatzbereich · Absatzchance · Absatzeinbruch · Absatzentwicklung · Absatzerfolg · absatzfähig · Absatzferkel · Absatzflaute · Absatzfohlen · Absatzförderung · Absatzformat · Absatzforschung · Absatzgarantie · Absatzgebiet · Absatzgenossenschaft · Absatzgestein · Absatzhonorar · Absatzkalb · Absatzkanal · Absatzkartell · Absatzkick · Absatzkosten · Absatzkrise · Absatzlage · Absatzleder · Absatzleiter · absatzlos · Absatzmarkt · Absatzmenge · Absatzminus · Absatzmittler · Absatzmöglichkeit · Absatzniveau · Absatzplan · Absatzplanung · Absatzplus · Absatzpolitik · absatzpolitisch · Absatzpreis · Absatzproblem · Absatzprognose · Absatzrenner · Absatzrückgang · Absatzschrumpfung · Absatzschwierigkeit · Absatzsorge · absatzstark · Absatzsteigerung · Absatzstockung · Absatzstrategie · Absatztief · Absatztrick · Absatzvolumen · Absatzweg · 1absatzweise · Absatzwerbung · Absatzwirtschaft · Absatzzahl · Absatzzeichen · Absatzziel
 ·  mit ›Absatz‹ als Letztglied: Auslandsabsatz · Autoabsatz · Bergabsatz · Bierabsatz · Bleistiftabsatz · Einzelhandelsabsatz · Fernabsatz · Gesamtabsatz · Gummiabsatz · Holzabsatz · Inlandsabsatz · Keilabsatz · Lederabsatz · Massenabsatz · Mauerabsatz · Mehrabsatz · Pfennigabsatz · Rekordabsatz · Schriftabsatz · Schuhabsatz · Stiefelabsatz · Stiegenabsatz · Stöckelabsatz · Stromabsatz · Treppenabsatz · Unterabsatz · Warenabsatz

Bedeutungen

eWDG
eWDG
I.
1.
Unterbrechung eines fortlaufenden Textes
a)
Beispiel:
einen Absatz machen (= einen neuen Abschnitt beginnen)
b)
Abschnitt
Beispiel:
in diesem Absatz behandelt der Verfasser …
2.
Unterbrechung einer Fläche; Vorsprung
Beispiele:
der Absatz des Berges, der Mauer
von Absatz zu Absatz springen
da ihre steilrechten Wände nur kleine Absätze haben [ StifterBergkristall2,292]
Unterbrechung der Stufen, Podest
Beispiel:
der (obere) Absatz der Treppe
3.
Unterbrechung einer Tätigkeit
in Absätzen
Beispiele:
in Absätzen reden (= stockend reden)
Alle Hunde schlafen gern und viel, aber in Absätzen [ BrehmTierleben4,204]
II.
Erhöhung der Schuhsohle unter der Hacke
Beispiele:
der Absatz des Schuhs
hohe, niedrige, flache, schiefe Absätze
die Absätze sind schiefgelaufen
sich auf den Absätzen (her)umdrehen
mit den Absätzen klappern
die Absätze zusammenklappen, zusammenschlagen
umgangssprachlichder Absatz ist ab
bildlichDie Welt hatte eiserne Absätze [ A. ZweigGrischa146]
III.
Verkauf, Vertrieb
Beispiele:
Waren, Erzeugnisse haben reißenden, schnellen, großen, guten, sicheren, langsamen, geringen, schlechten Absatz
keinen Absatz finden
den (stockenden) Absatz beleben, fördern
Mangel an Absatz
IV.
Ablagerung, Niederschlag
Grammatik: meist im Singular
Beispiel:
der Absatz von Kesselstein, Gestein, Land
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)
setzen · gesetzt · Setzer · Setzling · absetzen · Absatz · Absetzung · aufsetzen · Aufsatz · aussetzen · beisetzen · Beisetzung · besetzen · Besatz · Besatzung · 1durchsetzen · 2durchsetzen · einsetzen · Einsatz · ersetzen · Ersatz · nachsetzen · 1übersetzen · 2übersetzen · Übersetzung · 1umsetzen · 2umsetzen · Umsatz · untersetzen · Untersatz · untersetzt · versetzen · vorsetzen · Vorgesetzter · Vorsatz · zusetzen · Zusatz
setzen Vb. ‘sitzen machen’, reflexiv ‘sich auf einem Platz niederlassen’, auch ‘an einer bestimmten Stelle abstellen, einpflanzen, festlegen, bestimmen’, ahd. sezzen ‘ab-, aufstellen, festlegen’ (8. Jh.), mhd. setzen, auch ‘stellen, legen, erzählen, bestellen, bestimmen’, reflexiv ‘sich niederlassen’, asächs. settian, mnd. mnl. setten, nl. zetten, afries. setta, aengl. settan, engl. to set, anord. setja, schwed. sätta, got. satjan (germ. *satjan) sind Kausativa zu dem unter sitzen (s. d.) behandelten Verb und verwandt mit den zur gleichen Wurzel gehörenden Kausativen air. adsuidi ‘schiebt auf, verzögert, hält auf’ und mit Dehnstufe aind. sādáyati ‘läßt niedersitzen’, aslaw. saditi, russ. sadít’ (садить) ‘setzen, pflanzen, anbauen’ sowie umgebildetem lit. sodìnti ‘setzen, pflanzen’. gesetzt Part.adj. ‘ernst, ruhig, besonnen, ausgeglichen, gesittet’, hervorgegangen (18. Jh.) aus dem Part. Prät. von durch Präfix verstärktem mhd. gesetzen ‘sich setzen machen, einrichten, beruhigen, stillen’. Setzer m. ‘Schriftsetzer’ (16. Jh.), ahd. sezzāri ‘Stifter, Ordner, Verfasser’ (10. Jh.), mhd. setzer ‘wer etw. setzt, Aufsteller, Taxator’. Setzling m. ‘zum Verpflanzen bestimmte junge Pflanze, junger, in einen Teich einzusetzender Fisch’, mhd. setzelinc. absetzen Vb. ‘des Amtes entheben, außer Funktion setzen, abtrennen, herunternehmen, abziehen, mindern, verkaufen, (sich) abheben’, mhd. abesetzen ‘des Amtes entheben, Bestehendes abschaffen, Personen abwerben, entwöhnen, herunternehmen, abziehen’; es setzt etw. ab ‘es gibt etw., es springt etw. dabei heraus’ (17. Jh.); Absatz m. ‘Unterbrechung, Abschnitt, Abstufung’ (15. Jh.), ‘Verkauf, Vertrieb’ (16. Jh., geläufig seit 2. Hälfte 18. Jh.), ‘Ablagerung’ (18. Jh.), spätmhd. abesaz ‘Minderung, Einschränkung, Amtsenthebung’; Absetzung f. ‘Entlassung, Herabsetzung’ (15. Jh.), mnd. afsettinge (14. Jh.). aufsetzen Vb. ‘auf den Kopf setzen, schriftlich formulieren’, ahd. ūfsezzen ‘auf etw. setzen, aufhängen’ (9. Jh.), mhd. ūfsetzen ‘aufladen, aufs Haupt setzen, zuerkennen, auferlegen, anordnen, einsetzen, feindselig behandeln, sich aufmachen’; Aufsatz m. ‘Aufbau, aufgesetzter Teil, kurze Abhandlung, Artikel’, mhd. ūfsaz ‘(Auferlegung von) Steuern, Festsetzung, Bestimmung, Vorsatz, Plan, Feindschaft’. aussetzen Vb. ‘festsetzen, zur Verfügung stellen, ins Freie setzen, unterbrechen, aufhören, beanstanden’, mhd. ūʒsetzen ‘absondern, entfernen, ausräumen, ausstatten, verpfänden, festsetzen, bestimmen’. beisetzen Vb. ‘neben anderes hinzusetzen, hinzufügen’ (15. Jh.), ‘begraben, bestatten’ (17. Jh.); Beisetzung f. ‘Bestattung, Hinzufügung’ (17. Jh.). besetzen Vb. ‘einen Platz belegen, eine Stelle vergeben, einnehmen, erobern, mit Truppen belegen’, ahd. bisezzen ‘einnehmen, bewachen’ (8. Jh.), mhd. besetzen ‘umstellen, umlagern, festsetzen, bestimmen, anklagen, in Beschlag nehmen’; Besatz m. ‘Besatzung’ (17. Jh.), ‘aufgenähte Bänder, Rüschen, Aufgesetztes’ (18. Jh.), jägersprachlich ‘Wildbestand’ (18. Jh.); Besatzung f. ‘besetzte Stellung, Festung’ (15. Jh.), ‘Truppen, die fremdes Staatsgebiet besetzt halten, Truppe einer Verteidigungsanlage, Schiffsmannschaft’ (16. Jh.). 1durchsetzen Vb. ‘mit etw. versehen, ausstatten, etw. miteinander vermischen, einer Masse beimengen’, mhd. durchsetzen ‘vollständig mit etw. besetzen, belegen, auslegen, zieren’; 2durchsetzen Vb. ‘sich hindurchbewegen’ (16. Jh.), ‘ein Vorhaben (gegen Widerstand) ausführen’ (17. Jh.). einsetzen Vb. ‘in etw. hineinsetzen, ernennen, wirksam werden lassen, beginnen’, ahd. insezzen ‘ins Grab legen, jmdn. mit etw. beladen’ (9. Jh.), mhd. īnsetzen ‘ein-, hineinsetzen, -legen, verpfänden’; Einsatz m. ‘das Einsetzen, das Eingesetzte, Beginn, Anstrengung, Bemühung, auswechselbarer Teil’, mhd. īn-, insaz ‘das Hineinsetzen, Hineingesetzte, Einsetzung’. ersetzen Vb. ‘auswechseln, als Ersatz dienen, vertreten, erneuern’, ahd. irsezzen ‘wiederherstellen’, auch (z. B. von Grütze) ‘ansetzen’ (8. Jh.), mhd. ersetzen ‘eine entstandene Lücke ausfüllen, ansetzen, anflicken, mit Gewürz versetzen, bereiten’; Ersatz m. ‘was als Erneuerung, Vertretung oder Wiederherstellung dient’ (18. Jh.), älter ‘Strafe’ (15. Jh.). nachsetzen Vb. ‘hinterherjagen, verfolgen’ (16. Jh.), ‘später dazugeben, unterordnen, beifügen’ (15. Jh.). 1übersetzen Vb. ‘von einem Flußufer zum anderen fahren, bringen’, ahd. ubarsezzen ‘von einem Ort an einen anderen bringen’ (um 800), mhd. übersetzen ‘hinüberversetzen’; 2übersetzen Vb. ‘aus einer Sprache in eine andere übertragen, dolmetschen’ (17. Jh., vgl. bereits mnd. ōversetten, 15. Jh.), nach lat. trādūcere oder trānsferre; vgl. mhd. übersetzen ‘übermäßig besetzen, besteuern, schriftlich verfassen’; Übersetzung f. ‘Übertragung in eine andere Sprache’ (16. Jh.), in der Technik ‘Getriebeteil’ (um 1900); vgl. mhd. übersetzunge ‘Überordnung, Erhöhung’. 1umsetzen Vb. ‘umhegen, einfassen, umstellen, umzingeln’, ahd. umbisezzen ‘umschließen, umstellen’ (um 1000), spätmhd. umbesetzen; 2umsetzen Vb. ‘an einen anderen Ort bringen’ (14. Jh.), ‘umtauschen, verkaufen’ (17. Jh., vgl. mnd. ummesetten, um 1400), ‘in eine andere Form bringen’ (17. Jh., vorher bereits mnd.); Umsatz m. ‘Tausch, Kauf und Verkauf im Handel’ (Anfang 18. Jh., zuvor mnd. ummesat). untersetzen Vb. ‘daruntersetzen, unterlegen’, mhd. undersetzen; vgl. ahd. untarsezzen ‘unterwerfen, unterordnen’ (um 900); Untersatz m. ‘Unterlage’, mhd. undersaz; untersetzt Part.adj. ‘gedrungen, kräftig’ (16. Jh.), eigentlich wohl ‘mit Muskelfleisch unterlegt, fleischig’. versetzen Vb. ‘zusammenfügen, anordnen, an einen anderen Platz setzen, verrücken, zum Pfand geben, verkaufen, antworten, einen Schlag zufügen’ (eins versetzen, 17. Jh.), ahd. firsezzen ‘abwenden, aussetzen, verpflichten’ (9. Jh.), mhd. versetzen ‘hinsetzen, legen, als Bürgen stellen, verpfänden, beiseite setzen, verlieren, abwehren, parieren, versperren, aufstauen’. vorsetzen Vb. ‘weiter nach vorn setzen (in der Ordnung oder Reihenfolge), vor jmdn. hinsetzen, anbieten’, ahd. furisezzen (8. Jh.), mhd. vürsetzen; Vorgesetzter m. ‘Chef, Leiter’ (16. Jh.); vgl. ahd. foragisaztēr (9. Jh.), Übersetzung von lat. praepositus ‘Aufseher, Vorsteher’; Vorsatz m. ‘Vorhaben, Plan, Absicht’, mhd. vürsaz. zusetzen Vb. ‘hinzufügen, draufzahlen und damit verlieren, Reserven angreifen, jmdn. bedrängen’, ahd. zuosezzen ‘hinzufügen’ (8. Jh.), mhd. zuosetzen ‘hinzustellen, feindlich eindringen, verfolgen’; Zusatz m. ‘Hinzugefügtes, das Hinzufügen’, mhd. zuosaz, auch ‘Hilfstruppen, Besatzung, Beisitzer’.

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Bedeutungsverwandte Ausdrücke

Assoziationen

Absatz · Gedichtabschnitt · Strophe · Vers
Assoziationen

Absatz · Schuhabsatz  ●  Hacke(n) ugs. · Stöckel ugs.

Absatz · Absatzzahl · Verkaufszahlen
Oberbegriffe

Absatz · Verkauf · Verteilung · Vertrieb
Unterbegriffe
  • Handelsverkauf

Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Absatz‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Absatz‹.

Legende: Adjektive Substantive Verben

Verwendungsbeispiele für ›Absatz‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Es erschien ratsam, abschließend zu jedem Gemüse noch auf die speziellen Fragen des Absatzes hinzuweisen. [o. A.: Ratgeber für den Feingemüsebau im Freiland, Berlin: VEB Dt. Landwirtschaftsverl 1962, S. 201]
In den Fällen des Absatzes 1 genügt eine schriftliche Anzeige in amtlicher Form. [o. A.: Personenstandsgesetz (PersStdG). In: RGBl I, 03.11.1937, S. 6279]
Wir müssen also Wege finden, die Förderung dem Absatz anzupassen. [Runge, Erika (Hg.), Bottroper Protokolle, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1968, S. 113]
An den in diesem Absatz zu besprechenden Arbeiten tritt dies erkennbar hervor. [Jahresberichte für deutsche Geschichte, 1931, S. 643]
Für dieses Jahr rechnet man bestenfalls mit dem Absatz von 5000 Tonnen. [Die Zeit, 22.07.1999]
Zitationshilfe
„Absatz“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Absatz>.

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