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- affektiert – Schreibung, Definition, Bedeutung, Etymologie, Synonyme, Beispiele
affektiert
Grammatikpartizipiales Adjektiv · Komparativ: affektierter · Superlativ: am affektiertesten
Aussprache [afɛkˈtiːɐ̯t]
Worttrennung af | fek | tiert
Wortbildung
mit ›affektiert‹ als Erstglied:
Affektiertheit
Herkunft zu affektieren (veraltet) ‘sich anstellen, zieren, nach etw. streben, trachten’ < affectārelat ‘erfassen, erstreben, nach etw. trachten, erkünsteln’
Bedeutung
eWDG
eWDG
geziert, gekünstelt
Beispiele:
affektiert sprechen, lachen
sich affektiert benehmen
ein affektiertes Mädchen
ein affektiertes Wesen, Benehmen, affektierter Stil
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)
Etymologie
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)
Affekt · affektiert · Affektiertheit · Affekthandlung
Affekt m. ‘heftige Gemütsbewegung, Erregung, Angespanntheit, Verlangen, Begierde’, entlehnt (Anfang 16. Jh., geläufig seit 18. Jh.) aus lat. affectus ‘Gemütszustand, Gemütsbewegung, Leidenschaft, Verlangen’, zu lat. afficere (affectum) ‘hinzutun, einwirken, in eine Stimmung versetzen, anregen’; vgl. lat. facere ‘machen, tun, bewirken’ und ad- ‘zu, an, hin(zu), heran, herbei’. Früher oft in lat. Form Affectus; von Zesen 1671 mit Gemütsbewegung verdeutscht. – affektiert Adj. ‘geziert, gekünstelt, unnatürlich’ (1. Hälfte 17. Jh.) ist das in adjektivischen Gebrauch übergegangene Part. Prät. des heute veralteten Verbs affektieren ‘sich anstellen, zieren, nach etw. streben, trachten’ (um 1600), aus lat. affectāre ‘erfassen, erstreben, nach etw. trachten, erkünsteln’; dazu Affektiertheit f. ‘affektiertes Benehmen, Geziertheit, Verstellung’ (Mitte 19. Jh.), für älteres Affektation (Anfang 17. Jh.). Affekthandlung f. ‘im Affekt begangene, unbesonnene Handlung’ (Mitte 19. Jh.).
Bedeutungsverwandte Ausdrücke
Linguistik/Sprache
aufgesetzt ·
gedrechselt ·
gekünstelt ·
geschwollen ·
gespreizt ·
gestelzt ·
gewunden ·
geziert ·
hochgestochen ·
künstlich ·
manieriert ·
schwülstig ·
theatralisch ·
unecht ·
unnatürlich ·
verschwurbelt ·
überkandidelt ●
verquast abwertend ·
(übertrieben) bildungssprachlich fachspr. ·
affektiert geh. ·
artifiziell geh. ·
geschraubt ugs. ·
preziös geh.
| Oberbegriffe |
|
| Assoziationen |
|
affig ·
gekünstelt ·
geziert ●
mit abgespreiztem kleinen Finger fig. ·
affektiert geh. ·
pretiös geh. ·
preziös geh.
| Assoziationen |
|
Typische Verbindungen zu ›affektiert‹ (berechnet)
Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›affektiert‹.
Legende:
Adjektive
Adverbien
Substantive
Verwendungsbeispiele für ›affektiert‹
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora
Es ist wie im richtigen Märchen: Nichts kommt affektiert bedeutungsvoll daher.
[Die Zeit, 25.03.1988]
Es klingt nicht affektiert, wenn sie lacht; es kommt, so muss man das wohl sagen, so recht von Herzen.
[Süddeutsche Zeitung, 20.10.2000]
Die affektierten Herren gestikulieren mit Händen und Füßen und reden heftig aufeinander ein.
[Busch, Werner: Das sentimentalische Bild, München: Beck 1993, S. 316]
Aber wer es richtig ausspräche, würde mit Recht als affektiert belächelt werden.
[Reimann, Hans: Vergnügliches Handbuch der Deutschen Sprache, Düsseldorf: Econ-Verl. 1964 [1931], S. 239]
Sie redete mit einer affektiert hohen Stimme auf ihn ein.
[Brussig, Thomas: Wasserfarben, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2001 [1991], S. 80]
Fehler in Verwendungsbeispielen zu „affektiert“
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