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passen

GrammatikVerb · passt, passte, hat gepasst
Aussprache  [ˈpasn̩]
Worttrennung pas | sen
Wortbildung  mit ›passen‹ als Erstglied: passend · Passer · Passform · passgenau · Passgenauigkeit · passgerecht · passlich · Passmaschine · passrecht · Passung
 ·  mit ›passen‹ als Letztglied: abpassen · anpassen · aufpassen · dazupassen · einpassen · hereinpassen · hineinpassen · hinpassen · reinpassen · verpassen · zueinanderpassen · zupassen · zurückpassen · zusammenpassen
 ·  mit ›passen‹ als Binnenglied: unpassend · unpässlich

Bedeutungsübersicht

  1. 1. angemessen sein, sich eignen
    1. a) ⟨ein Kleidungsstück passt (jmdm.)⟩ ein Kleidungsstück entspricht in Größe und Schnitt den Maßen dessen, der es trägt
    2. b) ⟨etw. passt zu etw., jmdm., jmd. passt zu jmdm.⟩ etw. harmoniert mit etw., jmdm., jmd. harmoniert mit jmdm.
    3. c) [umgangssprachlich] recht sein, gefallen
    4. d) [umgangssprachlich] ...
  2. 2. ⟨etw. in etw. passen⟩ etw. in etw. passgerecht fügen, einfügen
  3. 3. [landschaftlich, umgangssprachlich] ⟨auf etw., jmdn. passen⟩ auf etw., jmdn. achtgeben, aufpassen
  4. 4. [Kartenspiel] beim Skat: ein Spiel vorübergehen lassen, ein Spiel abgeben
  5. 5. [Fußball] den Ball flach und genau zuspielen

Bedeutungen

eWDG
eWDG
1.
angemessen sein, sich eignen
a)
ein Kleidungsstück passt (jmdm.)ein Kleidungsstück entspricht in Größe und Schnitt den Maßen dessen, der es trägt
Beispiele:
dieses Kleid, Kostüm passt (ihr) gut, schlecht
die Hose passt wie angegossen
die Schuhe passen schlecht
den Rock passend machen
b)
etw. passt zu etw., jmdm., jmd. passt zu jmdm.etw. harmoniert mit etw., jmdm., jmd. harmoniert mit jmdm.
Beispiele:
der Hut passt zum Mantel, zu ihm
die Farbe der Schuhe passt (nicht) zum Anzug
die Eheleute passen gut zueinander
sie haben nie zueinander gepasst
umgangssprachlich, bildlichdas passt mir nicht ins Konzept (= das kommt mir ganz ungelegen)
umgangssprachlich, bildlich, saloppdas passt mir nicht in den Kram, Streifen (= das kommt mir ganz ungelegen)
umgangssprachlich, bildlichdas passt nicht hierher
a)
etw. passt auf etw., jmdn. (= etw. stimmt mit etw., jmdm. überein)
Beispiele:
die Schilderung passt auf meinen Freund
[seine Verse] waren sonderbar auf unsre Gemütsstimmung gepaßt [ RennKrieg360]
b)
passend (= geeignet)
Grammatik: oft im Partizip I
Beispiele:
ein passendes Geschenk
eine zum Kleid passende Kette
eine passende Gelegenheit wahrnehmen, versäumen
umgangssprachlichhaben Sie es nicht passend? (= können Sie den Betrag nicht genau abgezählt geben?) (= haben Sie kein Kleingeld?)
c)
umgangssprachlich recht sein, gefallen
Beispiele:
das passt mir nicht
um diese Zeit, am Dienstag passt es mir nicht
spöttischdas könnte ihm gerade so passen
d)
umgangssprachlich
Beispiel:
das passt sich nicht (= das gehört, schickt sich nicht)
2.
etw. in etw. passenetw. in etw. passgerecht fügen, einfügen
Beispiele:
die Schraube in das Gewinde passen
den Reifen in die Felge passen
3.
landschaftlich, umgangssprachlich auf etw., jmdn. passenauf etw., jmdn. achtgeben, aufpassen
Beispiele:
er passte auf den Weg
der Steuermann passt auf den Kurs
pass auf die Kinder!
er passte gespannt auf seine Worte
berlinisch, umgangssprachlichauf den Kien passen (= auf seinen Vorteil bedacht sein)
4.
Kartenspiel beim Skat   ein Spiel vorübergehen lassen, ein Spiel abgeben
Beispiele:
er hat gepasst
(ich) passe! (= Ansage beim Kartenspiel)
übertragen, umgangssprachlichda muss ich passen (= aufgeben)
5.
Fußball den Ball flach und genau zuspielen
Beispiel:
er passte und wechselte auf den linken Flügel

Dieses Wort ist Teil des Wortschatzes für das Goethe-Zertifikat A2.

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)
passen · anpassen · aufpassen · verpassen · unpäßlich · Passe
passen Vb. ‘sich eignen, angemessen, recht sein, gelegen kommen, in der Größe entsprechen’ (17. Jh.; transitiv ‘angemessen, geeignet machen, genau einfügen’ seit Ende 16. Jh.), auch ‘achtgeben’ (15. Jh.), mhd. (westmd.) gepassen ‘erreichen’ (vgl. niederrhein. passen ‘gelangen, das Ziel erreichen’ und ‘zusammentreffen, übereinstimmen, angemessen sein’, 1477); über mnl. passen ‘zumessen, fügen, ordnen, abrichten, achtgeben, gelegen kommen, durchqueren’, mnd. passen ‘angemessen machen, geeignet sein, achtgeben, berücksichtigen, vorbeifahren’ entlehnt aus afrz. frz. passer ‘sich von einem Orte an einen anderen bewegen, durchqueren, überschreiten, vorüber-, vergehen’, frz. auch ‘annehmbar, erträglich sein’ (s. passieren). Als Ausdruck des Würfel- und Kartenspiels steht passen vom 17. Jh. an für ‘ein Spiel vorübergehen lassen, abgeben’, daher übertragen für ‘abwarten’ (17. Jh.), ‘nicht mithalten, verzichten’ (Ende 18. Jh.). – anpassen Vb. ‘passend machen, in Übereinstimmung bringen’, reflexiv ‘sich angleichen, einordnen’ (wie nl. aanpassen), älter ‘passend sein, entsprechen’ (18. Jh.). aufpassen Vb. ‘achtgeben, aufmerksam sein, auflauern’ (17. Jh.), im Anschluß an die Fügung auf etw. passen (16. Jh.). verpassen Vb. ‘versäumen, durch Unachtsamkeit verfehlen’ (17. Jh.), in moderner Umgangssprache (zunächst wohl soldatensprachlich) auch ‘zuteilen, zukommen lassen, anprobieren’ (Anfang 20. Jh.). unpäßlich Adj. ‘unwohl, leicht erkrankt’ (um 1600), vgl. frühnhd. unbäßig (15. Jh.). Passe f. ‘eingesetztes Schulterteil eines Kleidungsstücks’ (20. Jh.), zuvor ‘vorderer, das Gesicht schützender Rand am Damenhut’ (19. Jh.), in diesem Sinne nach mfrz. frz. passe, Ableitung von afrz. frz. passer (s. oben).

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Bedeutungsverwandte Ausdrücke

(für jemanden) der (die) richtige sein · (für jemanden) geeignet (sein) · (zu jemandem) passen
Assoziationen
  • (ein) Team sein · (gut) auskommen (mit) · (sich) gut verstehen · (sich) verstehen · Hand in Hand arbeiten · auf gutem Fuß stehen (mit) · ein gutes Verhältnis haben (zu) · harmonieren  ●  (die) Chemie stimmt (zwischen) ugs., fig. · (sich) gegenseitig die Bälle zuspielen ugs., fig. · gut miteinander klarkommen ugs. · gut miteinander können ugs.

(jemandem) gelegen kommen · (jemandem) ins Konzept passen · (jemandem) passen · (jemandem) zupasskommen · (mit etwas) vereinbar sein · (sehr) recht sein · genau richtig kommen · gerade recht kommen · sich (für jemanden) günstig auswirken  ●  (jemandem) in die Karten spielen fig. · (jemandem) kommod sein regional · (jemandem) zustatten kommen veraltend · (jemandem) (gut) in den Kram passen ugs. · (jemandem) zupass kommen geh.
Assoziationen
  • (sich) stürzen auf · hochwillkommen · kommen wie gerufen · nur auf etwas gewartet haben · wie gerufen kommen · willkommene Gelegenheit (zu)  ●  (ein) gefundenes Fressen fig. · (nur) allzu bereitwillig (übernehmen o.ä.) variabel · Steilvorlage fig. · (sich) wie die Geier stürzen auf ugs.
  • (ganz) nach Wunsch · wie bestellt · wie gewollt · wie gewünscht · wunschgemäß · wunschkonform  ●  ad libitum geh., lat. · wie auf Kommando ugs.
  • besser geht's (zeitlich) nicht · der Zeitpunkt hätte nicht besser (gewählt) sein können · genau im richtigen Moment · wie bestellt  ●  aufs Stichwort fig.
  • ganz wie es (...) gefällt · nach dem Lustprinzip  ●  (so) wie es einem (in den Kram) passt ugs. · (so) wie jemand (gerade) Lust (darauf) hat ugs. · (so) wie jemand (gerade) lustig ist ugs. · nach Herzenslust ugs. · nach Lust und Laune ugs.
  • (ein) Glück · (ein) unverdientes Glück · (eine) Gnade · (eine) wundersame Fügung · (etwas) hätte nicht besser sein können · (jemand) hätte es nicht besser treffen können · Fügung des Schicksals · Glücksfall · Güte des Schicksals · Segen · glückliche Fügung · glückliche Umstände · glücklicher Umstand · glücklicher Zufall · günstige Umstände  ●  (ein) Geschenk der Götter fig. · (ein) Gottesgeschenk fig. · (etwas) hätte nicht besser laufen können variabel · Geschenk des Himmels ugs., fig.
  • (das nenne ich ein) perfektes Timing! · (etwas) trifft sich gut · (genau) im richtigen Moment kommen · kommen wie gerufen · wie gerufen kommen · zu einem günstigen Zeitpunkt kommen  ●  just in time scherzhaft, Jargon, engl. · (jemanden) schickt der Himmel ugs., fig. · gerade recht kommen ugs.
  • freudiger Nutznießer (eines Konflikts)  ●  lachender Dritter fig.

(einen) Rückzieher machen · (es) aufgeben · (es) aufstecken · (etwas) auf sich beruhen lassen · (sich dem) Schicksal fügen · aufgeben · aufhören zu kämpfen · es (mit/bei etwas) bewenden lassen · kapitulieren · klein beigeben · nicht weiter versuchen · nicht weiterverfolgen · nicht weiterversuchen · passen · passen müssen · resignieren · sich (mit etwas) abfinden · sich beugen · sich dem Schicksal ergeben · sich geschlagen geben  ●  (das) Feld räumen (müssen) fig. · (die) Waffen strecken fig. · (das) Handtuch schmeißen ugs., fig. · (das) Handtuch werfen ugs., fig. · (den) (ganzen) Bettel hinschmeißen ugs. · (den) (ganzen) Bettel hinwerfen ugs. · (den) (ganzen) Kram hinschmeißen ugs. · (den) (ganzen) Krempel hinschmeißen ugs. · (die) Brocken hinschmeißen ugs. · (die) Brocken hinwerfen ugs. · (die) Flinte ins Korn werfen ugs., fig. · (die) Segel streichen ugs. · (etwas) stecken ugs. · (sich) einmotten (lassen) ugs. · abbrechen ugs. · aufstecken ugs. · die weiße Fahne hissen ugs., fig. · einpacken (können) ugs., fig. · hinschmeißen ugs. · in den Sack hauen ugs. · schmeißen ugs., fig. · sich ins Bockshorn jagen lassen ugs. · sich schicken (in) geh., veraltet · zurückrudern ugs., fig.
Assoziationen

angemessen sein · den (allgemeinen) Gepflogenheiten entsprechen · den Anstandsregeln entsprechen · sich gehören · sich schicken · vom Anstand geboten sein · zum guten Ton gehören  ●  schicklich sein veraltet · sich ziemen veraltet · (etwas) gebietet (schon allein) der Anstand geh. · (sich) geziemen geh., veraltet · (sich) passen geh., veraltend
Assoziationen


Assoziationen

aussteigen · nicht (weiter) mitgehen · passen (Kartenspiel)

Sport
(jemanden) anspielen · abgeben · abspielen · einen Ball (zu jemandem) spielen · passen · zuspielen (Ball) · übergeben

genau genug sein · hinkommen · in etwa zutreffen · reichen  ●  hinhauen ugs. · langen ugs. · okay sein ugs. · passen ugs.
Assoziationen

(jemandem) angenehm (sein) · (jemandem) behagen · (jemandem) entgegenkommen · (jemandem) gefallen · (jemandem) sympathisch sein · (jemandes) Erwartungen entsprechen · Gefallen finden (an) · in jemandes Sinne liegen · nach jemandes Geschmack sein  ●  auf jemandes Linie liegen fig. · (das) sein, was jemand (haben) will ugs. · (jemandem) konvenieren geh. · (jemandem) zusagen geh. · (jemandem)(gut) passen ugs.
Assoziationen

(jemandem) passen (Kleidung) · (jemandes) Größe (sein / haben)
Assoziationen
  • (die) richtige Größe (haben) · (die) richtige Größe (sein) · genau passen · sitzen  ●  passen wie angegossen ugs. · sitzen wie angegossen ugs.

(jemandem / für jemanden) passen · (jemandem) recht sein · (jemandem) zeitlich passen · sich einrichten lassen  ●  (bei jemandem / für jemanden) gehen (Termin) ugs. · (jemandem) konvenieren geh. · (jemandem) zusagen geh. · in Ordnung gehen ugs. · okay sein ugs., salopp · passen (mit) ugs. · sich (etwas) einrichten können geh.
Assoziationen

(einem Grundsatz / einer ethischen Norm / ... ) entsprechen · (mit etwas) im Einklang stehen · harmonieren · in Übereinstimmung stehen (mit) · konform gehen (mit) · nicht verstoßen (gegen) · passen (zu) · sich vereinbaren lassen (mit) · vereinbar sein (mit)  ●  auf der gleichen Linie liegen fig. · sich vertragen (mit) ugs., fig. · zusammenpassen ugs.
Assoziationen

(bei jemandem) zeitlich passen · (jemandem) passen · es geht für jemanden (+ Zeitangabe) · für jemanden passen  ●  (bei jemandem) gehen (+ Zeitangabe) ugs. · Zeit haben (+ Zeitangabe) ugs. · können (+ Zeitangabe) ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›passen‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›passen‹.

Legende: Adjektive Adverbien Substantive

Verwendungsbeispiele für ›passen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Vielleicht paßt es zu so einem Leben, besoffen zu sterben. [Krausser, Helmut: Eros, Köln: DuMont 2006, S. 243]
Manchmal bin ich innen viel größer und passe nicht hier rein. [Bach, Tamara: Marsmädchen, Hamburg: Verlag Friedrich Oetinger 2003, S. 15]
Passend dazu war die Verflechtung ihres Lebens mit außerpreußischen deutschen Ländern. [de Bruyn, Günter: Preußens Luise, Siedler 2001, S. 5]
Dazu paßt die Bereitschaft, andere als amorphe Masse zu behandeln. [Adorno, Theodor W.: Erziehung nach Auschwitz. In: Kadelbach, Gerd (Hg.) Erziehung zur Mündigkeit, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1973 [1966], S. 90]
Die Dinge, für die ich werbe, passen zu meinem Leben. [Der Spiegel, 16.01.1989]
Zitationshilfe
„passen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/passen>.

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