CIA und Mossad planten Chameneis Tod – ein Hinweis war entscheidend
Seine letzten Atemzüge nahm Ali Chamenei im Zentrum Teherans. Wenige Sekunden, bevor die israelische Luftwaffe 30 Bomben auf sein Anwesen abwarf und damit den Obersten Führer der Islamischen Republik tötete. In den Wochen vor seinem Tod soll sich der Ajatollah bereits in Bunkern verkrochen und keine elektronischen Kommunikationsmittel mehr genutzt haben. Die Geheimdienste Israels und der USA fanden Chamenei dennoch. Recherchen zeigen, wie Mossad und die CIA die Operation über Monate vorbereiteten – und warum eine Planänderung für ihren Erfolg entscheidend war.
Dass Chamenei so schnell getötet werden konnte, lag wohl vor allem an der intensiven Zusammenarbeit Israels mit den USA. So soll der US-Geheimdienst CIA Irans Diktator monatelang observiert und wichtige Details über dessen Verhalten, Kontaktpersonen und Aufenthaltsorte gesammelt und an den Mossad übermittelt haben. Auch die ranghöchsten politischen und militärischen Führer Irans seien überwacht worden, berichtet „CNN“.
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Tötung von Ali Chamenei: CIA erhielt entscheidenden Hinweis
Am Ende war es wohl die CIA, die den entscheidenden Hinweis zu einem geplanten Treffen hochrangiger iranischer Beamter im Zentrum Teherans erhielt. Dort, wo sich die Büros des Ayatollahs, des iranischen Präsidenten und des nationalen Sicherheitsapparats befinden. Ebenfalls anwesend: Chamenei. Wie „CNN“ unter Berufung auf eine israelische Quelle berichtet, soll Irans mächtigster Geistlicher sich tagsüber weniger angreifbar gefühlt haben. Ein Trugschluss, den Israel und die USA ausnutzten.
Ursprünglich war ein Angriff in der Nacht geplant, doch die Verantwortlichen entschieden sich für eine Planänderung – auch, um die Chance zu nutzen, Chamenei frühzeitig zu töten, berichtet die „New York Times“. Eyal Zamir, Israels Generalstabschef, soll in einem Schreiben folgende Worte an die Piloten der israelischen Luftwaffe gerichtet haben: „Am Samstag im Morgengrauen beginnt die Operation ‚Roaring Lion‘. Sie haben die Freigabe, Ihre Ziele anzugreifen. Wir schreiben Geschichte. Ich vertraue Ihnen. Viel Glück uns allen.“
Aktuelle Nachrichten zum Krieg in Nahost
Gegen 6 Uhr am Samstag sollen Kampfflugzeuge von israelischen Stützpunkten gestartet sein, bewaffnet mit hochpräziser Munition. Zwei Stunden und fünf Minuten später, 9.40 Uhr Ortszeit in Teheran, schlugen die Langstreckenraketen auf dem Gebäudekomplex im Zentrum Teherans ein. Zahlreiche hochrangige iranische Sicherheitsbeamte sollen sich in einem Gebäude aufgehalten haben, Chamenei in einem nahegelegenen – am Ende hinterließen die Raketen ein Feld der Verwüstung. Und für die Welt ein historisches Datum.
