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Tropfen, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Tropfens · Nominativ Plural: Tropfen
Aussprache  [ˈtʀɔpfn̩]
Worttrennung Trop | fen
formal verwandt mit2Tropf

Bedeutungsübersicht

  1. 1. kleine Menge Flüssigkeit in Form eines Eies oder einer Kugel
    1. a) [bildlich] ⟨ein Tropfen⟩
    2. b) [übertragen] ...
  2. 2. [umgangssprachlich] Medizin, die in Form von 1 genommen wird
  3. 3. [umgangssprachlich, scherzhaft] ⟨ein guter Tropfen⟩ ein guter Wein, Weinbrand, Branntwein

Bedeutungen

eWDG
eWDG
1.
kleine Menge Flüssigkeit in Form eines Eies oder einer Kugel
Beispiele:
ein Tropfen Wasser, Öl, Honig, Blut
von der Medizin sind dreimal täglich zehn Tropfen einzunehmen
die ersten Tropfen (= Regentropfen) sind schon gefallen
es begann in feinen Tropfen zu regnen
er hatte einen Tropfen an der Nase
große Tropfen (= Schweißtropfen) standen ihm auf der Stirn
a)
bildlich ein Tropfen (= ein wenig, etwas Flüssiges)
Beispiele:
ich habe keinen, nicht einen Tropfen (Milch) im Hause
das war der letzte Tropfen (= Rest)
dem Kind ein paar Tropfen Tee einflößen
das ist wie ein Tropfen auf den heißen Stein (= kaum, gar nicht wahrzunehmen, viel zu wenig)
sprichwörtlichsteter Tropfen höhlt den Stein (= Beharrlichkeit führt zum Ziel) 👁 Image
DWDS, 24.10.2024
b)
übertragen
Beispiele:
Aber ein Tropfen Dankbarkeit war doch jedenfalls mit dabei [ BrodZauberreich272]
in der Süße der Liebesmelodie fand sich stets ein Tropfen Wermut [ VictorSchriften3,412]
2.
umgangssprachlich Medizin, die in Form von 1 genommen wird
Grammatik: meist im Plural
Beispiele:
schmerzstillende Tropfen
jmdm. Tropfen verschreiben
Tropfen einnehmen
3.
umgangssprachlich, scherzhaft ein guter Tropfenein guter Wein, Weinbrand, Branntwein
Beispiel:
das ist ein edler (= sehr wohlschmeckender) Tropfen

Dieses Wort ist Teil des Wortschatzes für das Goethe-Zertifikat B1.

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)
Tropfen · tropfen · tröpfeln
Tropfen m. ‘kleinste Menge Flüssigkeit’, ahd. tropho (8. Jh.), mhd. tropfe, trophe, (md.) troppe, frühnhd. (mit Endungs-n aus den obliquen Kasus) tropfen (16. Jh., vgl. md. droppen, 15. Jh.), mnl. droppe, druppe (vgl. nl. droppel, druppel) stehen als Neuerung mit Geminate (wohl unter Einfluß des nahestehenden Verbs, s. unten) gegenüber einfache Konsonanz aufweisendem asächs. drop, mnd. mnl. drope, aengl. dropa, engl. drop, anord. dropi. Alle Formen gehören ablautend zu dem unter triefen (s. d.) behandelten Verb. Redensartlich steter Tropfen höhlt den Stein, älter ein weycher tropff hölet auch die steyn ausz (1541), vgl. lat. gutta cavat lapidem (Ovid); ein Tropfen auf dem, einem heißen Stein ‘viel zu wenig’ (1. Hälfte 19. Jh.). – tropfen Vb. ‘in Tropfen herabfallen (lassen)’, ahd. trophōn (um 800), mhd. tropfen, mnd. drüppen, dröppen, mnl. droppen zeigt gegenüber triefen (s. d.) intensivierende (bzw. lautsymbolische) Doppelkonsonanz. Vgl. (unpersönlich) es tropft ‘es regnet in vereinzelten Tropfen, es fängt an zu regnen’ (16. Jh.). tröpfeln Vb. ‘in einzelnen, wenigen Tropfen herabfallen, in kleinen Tropfen verabreichen’ (15. Jh.), Deminutiv- und Iterativbildung zu tropfen.

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Bedeutungsverwandte Ausdrücke

Gastronomie/Kulinarik
Getränk · Trank · Trunk  ●  (das) Trinken ugs. · Drink ugs., engl. · Durstlöscher ugs. · Gesöff derb · Tropfen ugs.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Tropfen‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Tropfen‹.

Legende: Adjektive Substantive Verben

Verwendungsbeispiele für ›Tropfen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aber das war nicht mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein. [Kurz, Robert: Schwarzbuch Kapitalismus, Frankfurt a. M.: Eichborn 1999, S. 419]
Aber, fällt ihm dann ein, sehen Noten nicht auch aus wie kleine Tropfen? [Wondratschek, Wolf: Mozarts Friseur, München, Wien: Carl Hanser Verlag 2002, S. 76]
Für einen bestimmten Mittelwert von Tropfen pro Stein liegt also die ganze Verteilung fest. [Bresch, Carsten: Klassische und molekulare Genetik, Berlin u. a.: Springer 1965 [1964], S. 28]
Es scheint nur so, denn es fallen nur vereinzelte Tropfen. [Röhrich, Lutz: weismachen. In: Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten [Elektronische Ressource], Berlin: Directmedia 2000 [1994]]
Rollt ein Tropfen über sie hinweg, bleiben sie an ihm kleben. [Die Zeit, 03.12.1998]
Zitationshilfe
„Tropfen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Tropfen>.

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